WEISST DU NOCH?

TRIER. Die Judengasse mitten im Trierer Zentrum ist ein Beispiel für alte, gewachsene Bausubstanz, die einst kurz vor dem "Ablauf des Verfallsdatums" stand, am Ende aber doch noch gerettet werden konnte.

Im Jahr 1961 bot das Gässchen zwischen Simeonstraße und Stockplatz ein trauriges Bild. Die historischen Häuser wirkten verwahrlost und schon aufgegeben. Verwitterte Fassaden, blinde Fenster und Türen, durch die schon lange kein Mensch mehr gegangen war. Doch Anfang Juni 1961, als das alte Foto entstand, regte sich hier doch wieder etwas: Zu sehen ist ein Handwerker, der gerade die neue Eingangsverglasung für eine Gaststätte installiert. War dies der Anfang vom Neubeginn? 44 Jahre später jedenfalls gilt die Judengasse als bunte und lebhafte Kneipenzeile direkt im Stadtkern - auch wenn das rege Nachtleben dort besonders an den Wochenenden schon einmal die Nerven der Innenstadtbewohner strapaziert. Die jüngeren Bände zur Serie sind in den TV-Pressecentern und im Buchhandel erhältlich. f.k./Foto alt: TV-Archiv/neu: Friedhelm Knopp

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