Weiter im Tal der roten Zahlen

Traditionell spät im Jahr hat der Ortsgemeinderat Gutweiler den Haushalt 2008 beschlossen. Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben ausweist, leidet unter einem deutlichen Defizit. Es geht im Wesentlichen auf das aus dem Vorjahr übernommene Haushaltsdefizit zurück.

Günter Jakobs TV-Foto: Archiv/D. Scherf

Gutweiler. Zur Einführung in die Haushaltssitzung erläuterte Ortsbürgermeister Günter Jakobs die wesentlichen Eckdaten des dem Rat vorgelegten Zahlenwerks: Leider kann auch 2008 der Verwaltungshaushalt nicht ausgeglichen werden. In ihm stehen den Einnahmen von rund 737 000 Euro Ausgaben von rund 1 211 000 Euro gegenüber. Dies ergibt unter dem Strich einem Fehlbetrag von rund 474 000 Euro. Darin enthalten ist jedoch die Abdeckung des Altfehlbetrages aus 2006 in Höhe von 392 000 Euro. Trotz knapper Kassen wird in die Infrastruktur investiert

Ortsbürgermeister Jakobs bedauerte, dass Gutweiler in absehbarer Zeit nicht aus eigener Kraft in der Lage sein werde, die roten Zahlen zu überwinden. Wegen der positiven Entwicklung bei den Steuereinnahmen lasse sich trotzdem etwas entspannter nach vorne schauen. Insbesondere könne man mit einer steigenden Beteiligung an den Einkommenssteuern rechnen. Das Volumen des Vermögenshaushaltes beträgt rund 1 359 000 Euro. Der größte Investitionsposten darin ist die Erschließung des Neubaugebiets, gefolgt vom Ausbau des Kindergartens. Der Schuldenstand der Gemeinde liegt derzeit bei rund 1 020 000 Euro, wobei der größte Teil davon auf die Erschließung des Neubaugebietes zurückgeht. Nach Angaben von Jakobs könne diese Verschuldung daher nach und nach durch den Grundstücksverkauf reduziert werden. Ratsmitglied Bruno Rommelfanger (CDU) zeigte sich erfreut über die positive Entwicklung der Steuereinnahmen. Gerd Weiland von der SPD-Fraktion sah es positiv, dass "trotz knapper Kassen weiter in die kommunale Infrastruktur investiert wird" und Gutweiler zudem neun Gemeinde-Arbeitsplätze biete.Der Vermögenshaushalt sei letztlich beeinflusst durch die vorgesehene Auflösung des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung Gusterath-Tal. Hier habe die Gemeinde einen erheblichen Betrag aufzubringen. Dem stünde jedoch die Erschließung des Geländes mit Schaffung von Arbeitsplätzen gegenüber. Gewerbe- und Hundesteuer bleiben unverändert

Nach Beantwortung einiger Einzelfragen wurden Haushaltsplan und Haushaltssatzung in der im Entwurf vorgelegten Form einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet. Die in der Haushaltssatzung festgelegten Sätze für Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer bleiben unverändert.