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Weiterer Rückschlag fürs Zurlaubener Uferfest

Weiterer Rückschlag fürs Zurlaubener Uferfest

Geht nicht gibt´s nicht: Damit das Zurlaubener Uferfest am zweiten Juliwochenende stattfinden kann, ziehen Stadt, Feuerwehr und Veranstalter feste an einem Strang. Auch ein weiterer Rückschlag ändert daran nichts.

20 Meter breit, mit Trittstufen in der Mitte und 40 Zentimeter hohen Sitzstufen links und rechts: So war sie angekündigt, die neue Freitreppe am Moseldeich, die bis zum Zurlaubener Heimatfest (7. bis 10. Juli) fertig sein sollte. Aber aus dem Versprechen der Stadt wird nichts: "Es gibt Produktionsschwierigkeiten", erklärt Wolfgang van Bellen, Tiefbauamtsleiter der Stadt Trier. "Da können wir leider nichts machen." Dabei war die Freitreppe ein Schlüsseldetail bei der Planung des Fests. Denn die vordere Hangwiese, die in den vergangenen Jahren Tausenden Besuchern als Sitzfläche und Abkürzung vom unteren zum oberen Festabschnitt diente, bleibt im Zuge der Sanierung des Moseldeichs gesperrt (der TV berichtete). Stattdessen sollte die neue Stufenanlage als Tribüne dienen.

"Aber dass die Treppe nicht kommt, ist gar nicht so schlimm", sagt Christian Reichert, Cheforganisator des Heimatfestes. "Denn die Konzertbühne wird ohnehin doch nicht dort aufgestellt, sondern an ihrem alten Platz etwas weiter Richtung Jugendherberge." Und da ist der Deichhang intakt und kann als Sitzwiese dienen.

Damit der obere und der untere Weg trotzdem verbunden sind, baut die Stadt aus eigenen Tribünenelementen "eine provisorische Treppenanlage mit drei Metern Breite", berichtet Tiefbauamtsleiter van Bellen. "Dafür sind wir sehr dankbar, denn diese Verbindung ist eine wichtige Achse in unserem Konzept", sagt Reichert.

Dieses aufzustellen, war schwierig genug: "Wir haben viel weniger Platz durch die gesperrte Hangwiese und andere abgeriegelte Baustellenbereiche, deshalb mussten wir alles umorganisieren." Etwa ein Drittel weniger Buden wird es geben. "Zehn Stände - Getränke, Imbisse und andere Verkaufsbuden - mussten wir streichen", bedauert Reichert. Viele, viele Gespräche mit vielen, vielen Leuten habe er dafür führen müssen. "Ich habe um Verständnis geworben, dass diesmal alles auf Sparflamme laufen muss - aber nächstes Jahr wieder alles beim Alten ist."

Das Sicherheitskonzept fürs diesjährige Fest steht mittlerweile, ist von der Feuerwehr abgenickt, und muss jetzt noch vom städtischen Ordnungsamt genehmigt werden (siehe Extra).

Weil Zurlauben so viele Hangflächen hat, gelten hinsichtlich der maximalen Besuchermenge nicht die gleichen Vorschriften wie für Veranstaltungen auf ebener Fläche. Festbesucher wissen: Bei schönem Wetter schieben sich insbesondere samstags- und sonntagsabends die Menschen schon mal Hüfte an Hüfte übers Gelände - und das schon bei voll zur Verfügung stehender Fläche.

"Wegen der besonderen Bedingungen - Hangflächen, viele offene Zuwege - war uns nie eine maximale Besucherzahl vorgegeben. Und so ist es auch diesmal", sagt Reichert, selbst Veranstaltungstechniker mit Zusatzausbildung in Sachen Veranstaltungssicherheit.

Mit der Feuerwehr sei stattdessen vereinbart, dass das Festgelände mit maximal zwei Besuchern pro Quadratmeter ausgelastet werden dürfe. "Diese Dichte werden wir permanent mit mehreren ausgebildeten Leuten im Blick haben - und gegebenenfalls an den Zugängen den Besucherzustrom drosseln."

Wie viel die zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen kosten, will Cheforganisator Reichert nicht beziffern. Fest steht allerdings: Das Feuerwerk fällt aus. "Primär aus Sicherheitsgründen, aber auch, weil wir die Kosten dafür in diesem Jahr ganz einfach nicht stemmen können."Extra: FEUERWEHR STIMMT SICHERHEITSKONZEPT ZU

"Wir haben dem Sicherheitskonzept des diesjährigen Zurlaubener Heimatfests zugestimmt", sagt Mario Marx, Abteilungsleiter bei der Berufsfeuerwehr. "Wichtig war uns, dass die Baustellenbereiche gut abgesperrt und beispielsweise Gräben verfüllt sind, damit keine Verletzungsgefahr besteht." Auch die Frage der zulässigen Besucherdichte und wie diese eingehalten werden kann, sei mit dem Veranstalter geklärt. "Aus unserer Sicht kann das Fest trotz Baustelle stattfinden", betont Marx.