"Weltbeste Suppe"

FÖHREN. Sie hatten sie gesät, gepflegt und wachsen sehen: die leuchtenden Kürbisse. Jetzt haben die Erzieherinnen der Kindertagesstätte (Kita) die orangefarbene Pracht zu einer Kürbissuppe verarbeitet und zum Traditionsessen eingeladen.

"Wir haben hier die weltbeste Suppe", schwärmt Erzieherin Steffi Steffes. Kürbis, Kartoffeln, Sahne, Frischkäse sind die Zutaten, die ihr zu entlocken sind. "Mehr wird nicht verraten, das ist ein Geheimrezept", blockt sie jede weitere Frage nach den Gewürzen ab. Etwas Besonderes scheint in den Töpfen zu köcheln, jedenfalls lassen das die zufriedenen Gesichter der Kinder, Eltern und Großeltern vermuten, während sie die Suppe löffeln und munter klönen. "Ich habe noch kein Kind erlebt, das die Suppe nicht gegessen hat", sagt Erzieherin Maria Elsen, während sie die Kelle unermüdlich füllt. Seit Jahren gehört das Kürbissuppenessen für die katholische Kita "Am Föhrenbach" zum Herbst wie das Drachensteigen. Es wird aber nicht irgendein Gemüse verarbeitet, sondern das eigene. Der Pastor hat vor Jahren ein Stück seines Gartens geopfert, damit die Kinder im Frühjahr ihre Saat legen können. Bis zur Ernte behalten sie das Wachstum im Auge. Ziel sei es, dass die Kinder sehen, dass sie etwas tun müssen, um eine gute Ernte zu erhalten, erläutert Kita-Leiterin Ute Orth. "Wir haben in diesem Jahr 15 Kürbisse geerntet", erzählt Erzieherin Erika Follmann. Alle sind im Suppentopf gelandet. Als Dankeschön für das Gedeihen haben die Kinder vor dem großen Schlemmen gemeinsam mit ihren Eltern, einen Erntedank-Gottesdienst mit Pastor Andreas Noster in der Kirche gefeiert. Hanna Ludes und Julia Krüger bringen es auf den Punkt, was alle ausnahmslos während der Kürbismahlzeit denken: "Hmm, lecker." Die Aktion hat noch einen guten "Nachgeschmack": die Suppen-Gebühren kommen den Kita-Gruppen für Spielgeräte zu Gute.

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