Weniger Aufbrüche, mehr Aufklärung

Weniger Aufbrüche, mehr Aufklärung

Mehr Straftaten als im Jahr zuvor, dafür aber eine bessere Aufklärungsquote: So lässt sich die Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Saarburg für das Jahr 2008 zusammenfassen.

Saarburg/Konz. Während die Polizeiinspektion (PI) Saarburg die Ergebnisse der Unfall-Statistik bereits vor einigen Wochen veröffentlicht hatte (der TV berichtete), liegt die Bilanz der Kriminalstatistik für den Zeitraum Januar bis Dezember 2008 nun vor.

"Die Kriminalstatistik ist eine Ausgangs-Statistik", erläutert Heribert Kirf, Leiter Kriminaldienst bei der PI Saarburg. "Die Fälle werden erst erfasst, wenn sie an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden sind." Die Bilanz der PI Saarburg berücksichtigt alle Delikte aus den Verbandsgemeinden Konz und Saarburg sowie aus fünf Gemeinden der VG Kell am See.

Zu den Delikten, die sich in der Kriminalstatistik niederschlagen, gehören etwa Diebstahl, Körperverletzung, Sexualstraftaten, Sachbeschädigung oder Vermögens- und Fälschungsdelikte. 2960 registrierte Straftaten weist das Register für 2008 auf. Im Vergleich zu 2007 sind dies 376 Fälle und 14,6 Prozent mehr. Die Aufklärungsquote liegt bei 65,6 Prozent und damit über dem Landesdurchschnitt. Heribert Kirf: "Die gestiegene Fall-Zahl hängt mit den Vorfällen in einer Firma zusammen."

So habe sich ein Elektrohandel mit Konzer Firmenadresse in mehr als 600 Fällen wegen Warenbetrugs im Internet strafbar gemacht. "Ohne diesen Fall sähe unsere Bilanz besser aus als im Vorjahr."

Erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Einbrüche. Bei den Einbrüchen in Privatwohnungen und -häuser sei die Zahl von 109 auf 83 zurückgegangen. Bei Geschäftsräumen und Firmengebäuden sei sie von 86 auf 61 gesunken. Kirf: "Wir hatten eine Zeit lang große Probleme mit Einbrüchen entlang der Obermosel. Dort war eine Bande unterwegs, von denen wir einige Verdächtige festnehmen konnten."

Der Diebstahl von Stahl, der zwischenzeitlich auf Baustellen Hochkonjunktur hatte, habe sich ebenfalls gelegt - eine Folge der Wirtschaftskrise, mutmaßt Kirf. Weitgehend in den Griff bekommen habe die Polizei das Graffiti-Sprayer-Problem in Konz. "Da hat sich bewährt, dass eine Extra-Truppe der Polizei über drei Monate verschärft vor Ort war und sich um Straßenkriminalität gekümmert hat."

Auch das Drogenproblem habe auf diese Weise besser kontrolliert werden können.

Rückläufige Zahlen registriert Kirf zudem bei den PKW-Aufbrüchen. Auch auf diesem Feld seien der Polizei einige Gesetzesbrecher ins Netz gegangen.

1174 Tatverdächtige hat die PI 2008 ermittelt. Davon sind 901 männlich, 273 weiblich. Die Zahl der verdächtigen Jugendlichen sei von 356 auf 330 gesunken.