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Weniger Parkplätze in der Neustraße

Weniger Parkplätze in der Neustraße

Sechs öffentliche Parkplätze sollen in der Neustraße aufgehoben werden. Das soll den Verkehr in der beliebten Einkaufsstraße einschränken. Die Anlieger hatten sich dafür starkgemacht.

Trier. Weniger Verkehr in ihrer Straße: Das hatten die Anlieger der Neustraße im Winter gefordert (der TV berichtete). Wie das bewerkstelligt werden soll, hat die Verwaltung nun bei einer Bürgerversammlung vorgestellt: Die vier Parkuhr-Stellplätze in der Mitte der Neustraße zwischen German- und Pfützenstraße werden gestrichen. Und auch die zwei Parkplätze vor dem Blumenladen an der Ecke Richtung Viehmarkt fallen weg. In der Pfützenstraße sollen sieben öffentliche Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt werden und in der Germanstraße zwei Bewohnerparkplätze in öffentliche Stellplätze.
"Wenn es weniger öffentliche Parkplätze gibt, wird auch der Parksuchverkehr zurückgehen", argumentierte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. Zusammen mit Dezernent Thomas Egger - zuständig für den Einzelhandel und das Ordnungsamt, das Knöllchen für Falschparker verteilt - stellte sie den rund 40 Teilnehmern der Bürgerversammlung das Parkkonzept vor.
"Ich bin angenehm überrascht", sagte Aloysia Melchior, Inhaberin des Spielzeuggeschäfts Kreisel und Vorsitzende der Interessengemeinschaft Neustraße. "Die Stadt reagiert mit dem Konzept sehr gut auf unsere Wünsche. Fallen die Parkplätze weg, können die Kunden und Autofahrer die Straße besser einblicken, das sorgt für mehr Sicherheit", sagte Melchior.
Langfristiges Ziel der IG Neustraße, in der rund 50 Händler, Dienstleister und Gastronomen zusammengeschlossen sind, ist allerdings die Ausdehnung der Fußgängerzone in die Neustraße. Dann wäre nur noch Lieferverkehr zwischen 19 Uhr am Abend und elf Uhr am Vormittag zugelassen. Auch die SPD-Stadtratfraktion hatte das gefordert.
"Die Umstellungen bei den Parkplätzen sind nur ein erster Schritt", sagte Baudezernentin Kaes-Torchiani. Sobald Bauausschuss und Stadtrat zugestimmt haben, könnten die Parkplätze aufgehoben beziehungsweise geändert werden - voraussichtlich noch vor der Sommerpause. "Soll die Neustraße tatsächlich zur Fußgängerzone werden, ist ein umfangreicheres Konzept notwendig. Dafür müssen die gesamten Verkehrsströme im Viertel berücksichtigt werden und auch, dass es in den Höfen der Häuser in der Neustraße rund 60 Parkplätze gibt, für die dann eine Regelung gefunden werden muss", sagt Kaes-Torchiani. In diesem Jahr könne ein solches Konzept nicht mehr aufgestellt werden.
Die zunächst anstehenden Änderungen bei den Parkplätzen stießen bei der überwiegenden Mehrheit der gut 40 Besucher der Bürgerversammlung auf Zustimmung. Bei einer abschließenden Abstimmung per Klebepunkte auf einer Plakatwand votierten nur zwei dagegen. woc