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Weniger Tote, aber deutlich mehr Verletzte

Schweich/Trier. Die Zahl der Unfälle hat sich im Vergleich zu 2011 kaum verändert. Allerdings gab es im vergangenen Jahr deutlich mehr Verletzte auf den Autobahnen zwischen Trier, Kelberg und Hermeskeil. Das geht aus der Unfallstatistik der Autobahnpolizei Schweich für 2012 hervor. Christa Weber

Schweich/Trier. Rund 150 Kilometer umfasst das Straßennetz, für das die Autobahnpolizei Schweich zuständig ist (siehe Extra). 2012 haben die Beamten auf den Autobahnen A 1, A 48 und A 602 insgesamt 772 Verkehrsunfälle gezählt. Das ist nur ein Unfall mehr als im Vorjahr (771). Zudem starben 2011 noch sechs Menschen. Im vergangenen Jahr gab es drei Tote, als eine Frau auf der A 1 bei Rivenich von einem Parkplatz in falscher Richtung auf die Autobahn auffuhr.
Deutlich zugenommen hat dagegen die Zahl der Unfälle mit Verletzten. 2011 waren es noch 134; 2012 stieg die Zahl um fast ein Drittel auf 176, darunter waren 25 Schwerverletzte (18 waren es 2011). Diese Zahlen entsprechen nicht dem Landestrend: Dort gab es insgesamt fünf Prozent weniger Verletzte. Die große Steigerung in ihrem Zuständigkeitsbereich führen die Schweicher Beamten darauf zurück, dass ihre Verletztenzahlen 2011 im langjährigen Vergleich "sehr niedrig" gewesen seien.
Rasen, zu dichtes Auffahren, ungesicherte Ladung und Fehler beim Überholen waren 2012 die Hauptursachen für Unfälle. Alkohol- und Drogenmissbrauch am Steuer spielten lediglich bei etwa zwei Prozent der Vorfälle eine Rolle. Weiter hoch ist dagegen die Zahl der Wildunfälle (171). In fast jeden fünften Unfall (168) waren junge Fahrer zwischen 18 und 14 Jahren verwickelt. Sie zählen damit laut Polizei ebenso zu einer "Risikogruppe" wie Lastwagenfahrer. Diese verursachten 159 Unfälle. Am häufigsten gekracht hat es 2012 an den Auf- und Abfahrten der Anschlussstelle (AS) Ehrang zwischen A 602 und B 52 (10 Unfälle) sowie an der AS Longuich und auf der Ehranger Brücke (jeweils 6). Mit Geschwindigkeitskontrollen, Abstandsmessungen und Alkoholkontrollen will die Schweicher Autobahnpolizei 2013 die Zahl der Verletzten wieder deutlich verringern.Extra

Die Polizeiautobahnstation Schweich ist seit dem 1. Oktober 2012 auch für Teile des Gebiets der aufgelösten Station in Kaisersesch zuständig. Die Beamten kümmern sich um ein Streckennetz von 150 Kilometern Länge. Darunter sind folgende Bundesautobahnen und Kraftfahrstraßen: Die A 1 von der Anschlussstelle (AS) Kelberg bis zur AS Nonnweiler, in Gegenrichtung AS Hermeskeil bis AS Kelberg; Die A 48 vom Autobahndreieck (AD) Vulkaneifel bis AS Ulmen; B 52/A 64 von der AS Trier-Ehrang bis zur Landesgrenze Luxemburg; Die A 602 vom AD Moseltal bis zur Stadtgrenze Trier red