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Upcycling: Wenn aus alten Kleidern neue Lieblingsteile werden

Upcycling : Wenn aus alten Kleidern neue Lieblingsteile werden

Die Produktion von Textilien habe sich innerhalb von 15 Jahren verdoppelt, kritisiert Greenpeace – und setzt der Verschwendung eine Party entgegen.

Jeans, T-Shirts, Pullover und Kleider in allen möglichen Farben, Formen und Größen. Die einen geben ihre getragenen Kleider ab, die anderen kommen, um neue Teile zu entdecken: Bei der Kleidertauschparty an der Universität ist einiges los. „Die Kleidungsstücke, die für einen unserer Besucher vielleicht alt sind, sind für einen anderen neu und cool“, erklärt Julia Mosch, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Hochschulgruppe Greenpeace. Die rund zehn Mitglieder haben die Kleidertauschparty initiiert.

„Wir wollen eine Alternative zum Konsumrausch aufzeigen“, sagt Julia Mosch. Es gehe darum, dass die Menschen Nachhaltigkeit in ihren Alltag integrierten und ihre Lebensweise in Frage stellten.

Die Hauptintention der Gruppe: Herstellung und Herkunft von Kleidung kritisch zu hinterfragen. „Die Produktion von Kleidung hat sich zwischen 2000 und 2014 verdoppelt“, erklärt Julia Mosch. Das zeige, dass dem Trend von Verschwendung etwas entgegengesetzt werden müsse. Unter dem Motto „Kreislauf statt Einweg“ soll die Tauschparty auf nachhaltige Weise neue Impulse setzen. Sie ist bereits die dritte ihrer Art und Teil der Kampagne „Make Smthng“, einer internationalen Bewegung des Selbermachens. „Wir haben auch schon verschiedene Workshops angeboten, und beispielsweise Haushaltsmittel und Naturkosmetik hergestellt“, erzählt Julia Mosch.

Die Besucherzahlen zeigten, dass das Konzept der Kleidertauschparty ankomme, sagt die Greenpeace-Aktivistin: „Das Angebot wird sehr gut angenommen, wir haben in der Regel 100 Besucher und mehr.“ Die Besucher gehen mit getauschten Kleidungsstücken nach Hause – und der eine oder die andere vielleicht sogar mit einem neuen Lieblingsteil.