Wenn Bluesaorsch für das BoscoMobil rockt

Wenn Bluesaorsch für das BoscoMobil rockt

Die Musik der Formation Bluesaorsch steht für Leidenschaft und Lebensfreude. Am 17. Mai gibt das Quintett um 19 Uhr ein Open-Air- Benefizkonzert im Brunnenhof. Nutznießer ist das Don Bosco-Haus in Trier-West. Die Jugendeinrichtung benötigt für ihre Arbeit einen neuen Bus. Unterstützend helfen der Rotary Club Trier-Porta und der Trierische Volksfreund mit seiner Aktion "Deine Hilfe zählt".

Trier. Treffen mit Klaus "Doc" Meiners im Schankraum einer Trierer Brauerei. Er ist ein ruhiger Mann. Freundlich, aber zurückhaltend. Kein Mann, der das Gespräch dominieren möchte. Aber ein Mann, der gerne und herzlich lacht. Besonders, wenn es um das Thema Musik und Erinnerungen an die Anfänge der Gruppe Bluesaorsch geht.
Eigentlich wollte er Berufsmusiker werden, erinnert er sich. Seine Mutter hatte andere Pläne mit ihrem Sohn, der damals noch zur Schule ging. Wenn er zwei Arbeiten in Folge mit der Note 4 schreiben würde, werde sie seine Musiksachen in ein Pfandhaus bringen, drohte sie ihm an. Klaus Meiners liebte seine Gitarren und seine Musik. Also ließ er es nicht darauf ankommen. Heute ist er Arzt. An seiner Musik hat er festgehalten.
Als in den 80ern die Reminders erfolgreich durch das Trierer Land tourten, traf er am Rande eines Jazzkonzerts den Berufsmusiker Äbbi Simons. Die beiden kannten und schätzten sich schon eine ganze Zeit. Und irgendwann reifte an diesem Abend die Idee, eine neue Band zu gründen. "Wir wollten wie die Reminders die Musik unserer Zeit spielen, nur noch rockiger", erinnert sich Meiners.
Äbbi Simons hatte konkrete Vorstellungen, wer die Band komplettieren könnte: Als Sänger Johannes JoJo Engelbert, dazu der Saxofonist Toni Schneider und Rainer Benedum am Schlagzeug.
Ein paar Wochen später stieß dann auch noch der Gitarrist Werner Schwarz dazu. Die Besetzung war damit klar, offen noch der passende Name. "Wir wollten etwas Trierisches und es sollte auch ein Tribut an die Blues Brothers sein, deren Musik wir sehr schätzten." Also ging man in eine Trierer Kneipe "und nach der dritten oder vierten Runde Viez hatten wir unseren Namen gefunden: Bluesaorsch".
Erstes Konzert im Fundus


Wann genau die ersten Konzerte waren, daran erinnert sich keiner der noch lebenden Bandmitglieder - JoJo Engelbert starb ganz plötzlich vor einigen Jahren - mehr so ganz genau.
Wohl aber an den Veranstaltungsort: "Das war im Fundus, das damals noch von Manfred Weber betrieben wurde, der heute den Ducsaal in Freudenburg erfolgreich managt."
Die Musik von Bluesaorsch kam an. Das Publikum feierte die Trierer Band und die Erfolge blieben auch nicht aus. So spielte das Sextett bei Festivals im Vorprogramm von Canned Heat, Dr. Feelgood, Mothers finest und vielen mehr. Und wie in vielen anderen Bands kam es auch bei Bluesaorsch zu Veränderungen. Aus persönlichen Gründen musste Toni Schneider ausscheiden.
Als Sänger steht seit einigen Monaten der in Trier ebenfalls bekannte Jörg "Palawa" Jupp Bösen am Mikrofon. Wenn die Musiker heute über ihren Stil sprechen, dann genügt ihnen die Klassifizierung Rock nicht mehr. "Wir machen Boogie and Groove", sagt Klaus Meiners und fügt an: "Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der sollte am 17. Mai um 19 Uhr zu unserem Open-Air-Benefizkonzert in den Brunnenhof kommen."

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