Wenn Bohlen kommt, kündige ich

Wenn Bohlen kommt, kündige ich

Freuen Sie sich auch so darüber, dass heute Abend wieder "Wetten, dass.

.?" im Fernsehen kommt? Nach dem schlimmen Unfall von Samuel Koch beim Überspringen der Autos wollten einige ja schon das Ende der Sendung herbeireden. Nur gut, dass Thomas Gottschalk sich nicht davon beeindrucken ließ und weitermacht. Er hat sich nichts vorzuwerfen. Gefährliche Wetten hat es in den 30 Jahren, die "Wetten, dass..?" nun schon alt ist, ja immer schon gegeben. Ich finde, wer da als erwachsener Mensch antritt, der muss wissen, was er tut.

Das ist ja bei Sportlern nicht anders, die für einen Wettkampf trainieren. Wenn sie verunglücken, ist das ihr Risiko. Da kann man auch nicht den Trainer oder den Verein dafür verantwortlich machen.

Für mich macht gerade die Mischung aus spektakulären und lustigen Wetten den Reiz der Sendung aus. Wenn nur noch Wetten gesendet werden nach dem Motto "Bauer erkennt Kuh am Fühlen des Euters", dann reißt das doch keinen mehr vom Hocker. Obwohl:

Das wäre immer noch besser als Pseudo-Reality-Sendungen wie "Bauer sucht Frau" oder Casting-Shows wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Das Supertalent". Ich kann zwar Dieter Bohlen nicht ab, muss aber zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, dass der Mann Quote macht.

Hoffentlich kommt der Programmdirektor vom ZDF nicht auf die Idee, den Bohlen "Wetten, dass..?" moderieren zu lassen. Das wäre für mich endgültig der Untergang guter deutscher Fernsehunterhaltung und ein Grund mehr, der Gebühreneinzugszentrale ein Kündigungsschreiben wegen des immer weiter ins Kitschige abtriftenden öffentlich-rechtlichen Programms zu schicken.