Wenn der Berg die Promis ruft

Wenn der Berg die Promis ruft

FELL/THOMM/TRIER. (LH) Der Feller Berg ruft jedes Jahr – nicht nur die Rennfahr-Profis, sondern auch Prominente aus regionaler Politik und Wirtschaft zum "Promi-Rennen".

Die Sonne brennt, der Asphalt "flimmert": Äußere Bedingungen fast wie an der Rennstrecke im US-amerikanischen Indianapolis herrschen am Fell-Thommer Berg. Es ist der Samstag der Entscheidung, die 13. Veranstaltung des berühmt-berüchtigten Promi-Rennens. Für Chef-Organisator Manfred Kronenburg vom Trierer Racing Team allerdings ein gutes Omen: Die zehn Prominenten aus heimischer Politik und Wirtschaft wollen die Entscheidung, "koste" es was es wolle. Sie wollen wissen, wer der wirkliche Bergkönig auf der Kreisstraße 82 ist. Favorit Helmut Schneiders zieht noch einmal genüsslich an seiner Zigarette. Der Ortschef von Fell wirkt konzentriert. Offenbar geht er jeden Meter der kurvengespickten Rennstrecke gedanklich durch. Es mal unter 2:30 Minuten zu schaffen, sei sein Wunsch auf der Suche nach der Ideallinie. Schon beim Training sieht es nicht schlecht für ihn aus. 3:15 Minuten gibt Kronenburg als Sollzeit vor. Für jede Sekunde Abweichung wird ein "Strafgeld" von 15 Euro fällig. Der Erlös fließt der Arbeitsgemeinschaft Trierer Kinder und dem Förderverein Jugend des Kreises Trier-Saarburg zu - am Ende sind es mehr als 3000 Euro. Triers Bürgermeister Georg Bernarding kommt der Sollzeit mit 3:11 Minuten am nächsten - ergo fällt sein Strafgeld mit schlappen 100 Euro gering aus. Anders bei Helmut Schneiders. Ihn kostet der Spaß mit der schnellsten Zeit von 2:48 Minuten 390 Euro. "Mann, ist die Frau schnell", sagt "Stadion"-Sprecher Hannes Martin über die Geschäftsführerin von Steil-Kranarbeiten: 2:55 Minuten für Birgit Steil; die viertschnellste Zeit. Alle fuhren das gleiche Auto, einen Toyota Aygo mit 68 PS. OB Helmut Schröer, der mit 3:09 Minuten genauso schnell unterwegs war wie Johannes Friedrich Orths, Geschäftsführer des TV bekam das Auto gebändigt: "Die richtige Auswahl für Amateure, nicht für Profis", lautet schmunzelnd sein Kommentar. Wacker geschlagen hat sich auch Landrat Günther Schartz, der die Strecke in 3:06 Minuten das erste Mal fuhr. Weitere Ergebnisse: Dirk Moritz, Werkleiter Bilstein (3:05), Otmar Brittner, Ortsbürgermeister von Thomm: (3:03), Walter Göbel, Bitburger (3:02), Günter Passek (2:57), Direktor der Sparkasse-Trier, Wolfgang Junkes, Vorstand Volksbank Trier (2:54), Bernhard Busch, VG-Bürgermeister Ruwer (2:49).