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Wenn der Christbaum fliegt ...

Wenn der Christbaum fliegt ...

Was macht man, wenn man mit seinem ausrangierten Weihnachtsbaum nichts mehr anzufangen weiß? Man veranstaltet einfach ein Weihnachtsbaum-Weitwurftunier.

Langsur-Mesenich. (som) Die kleine Ortschaft Mesenich an der Sauer im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet hat seit Samstag zwei neue gekrönte Häupter. Im Weihnachtsbaum-Weitwerfen setzten sich bei den Männern Frank Thein und bei den Frauen Alexa Wagner durch. Eine nicht ganz so ernst zu nehmende Disziplin, die traditionell in dem kleinen Ort einmal jährlich ausgetragen wird. "Eines Abends saß man gemütlich bei einem Gläschen Wein beisammen, da entstand die Idee, etwas Aussergewöhnliches zu machen", erzählt Mitorganisatorin Birgit Ries. Heraus kam der "Weihweiwu" (Weihnachtsbaum-Weitwurf).

Unterteilt in die Klassen Kinder, Frauen und Männer darf sich jeder versuchen, das immergrüne Bäumchen so weit wie es nur geht in einem abgesteckten Parcours zu werfen. Dabei kommt es nicht auf die Weite alleine an. Die sogenannte "B-Note" entscheidet über die stilistische Ausführung des Wurfes und fließt in das Ergebnis mit ein. So manch einer setzte hierbei seine ganz eigene Note und überzeugte die Jury mit amüsanten Wurfeinlagen.

Dabei stand ganz eindeutig der Spaß im Vordergrund, wenngleich viele Teilnehmer die sportliche Herausforderung durchaus ernst nahmen. Freuen konnten sich der neue König und die neue Königin nicht nur über ihre neuen Titel. Denn wer ein echter König ist, dem darf es natürlich auch nicht an einer Krone fehlen. Gekrönt wurden Frank Thein und Alexa Wagner dann auch der Tradition des Turniers entsprechend jeweils mit einem echten Adventskranz. "Der Zuspruch wird von Jahr zu Jahr größer", berichtet Ries. Für kommendes Jahr ist wieder ein Weihnachtsbaum-Weitwurftunier geplant. Ob Frank Thein und Alexa Wagner ihre Kronen bis dahin stets tragen werden, ist eher zweifelhaft. Verteidigen wollen beide ihre Titel auf jeden Fall.