Wenn die Hausfrau willig ist und Zeit hat …

Trier · Was tun, wenn Mann und Geld plötzlich weg sind? Die Hauptfigur des Stücks "Willige Hausfrau hat vormittags Zeit" weiß sich zu helfen. Wie? Das erfuhren 50 Zuschauer am Samstagabend von der Trierer Volkshochschul-Theatergruppe "Spökes".

 Da kommt Freude auf: Monika Nospak (links) und Gudrun Goebel von der VHS-Theatergruppe Spökes in der Komödie „Willige Hausfrau hat vormittags Zeit“. TV-Foto: Katja Bernardy

Da kommt Freude auf: Monika Nospak (links) und Gudrun Goebel von der VHS-Theatergruppe Spökes in der Komödie „Willige Hausfrau hat vormittags Zeit“. TV-Foto: Katja Bernardy

Trier. Glück und Unglück liegen bekanntlich oft dicht beisammen: Der Gatte von Elke Heimann (Gudrun Goebel) brennt samt dem Lottogewinn durch. Nun steht sie da, mit zwei Kindern und den Raten für das Eigenheim. 1600 Euro im Monat braucht sie. Zu viel, um das Geld etwa durch Putzen zu erarbeiten. Da fällt die Idee von Nichte Sandra (Monika Nospak), schnelles Geld mit "Hausfrauensex" zu verdienen, bei der Verzweifelten, die sich ja auch noch um die Kinder kümmern muss und möchte, auf fruchtbaren Boden. Prompt gibt Elke Heimann eine mehrdeutige Annonce auf, die allerlei Verwechslungen hervorruft: "Willige Hausfrau hat vormittags Zeit." So heißt auch die Komödie der Autorin Sabine Schüffelchen. Beim Impuls-Theaterverlag hat Regisseurin Leandra Marion das Stück eingekauft und mit der VHS-Schauspielgruppe, die mit dem Stück erstmalig unter dem Namen "Spökes" auftrat, in den vergangenen neun Monaten einstudiert. Stefan Liebsch etwa mimt den Supermarktleiter Schröder, der kein bezahltes Schäferstündchen sucht, sondern eine Frau, die ihm die Wäsche in Ordnung bringt. Sowie Franka Funk (Karin Kauffeld), Journalistin und Karrierefrau. Elias Wagner schlüpft sogar in zwei Rollen: Er spielt Macho Karl, der dann doch Sex statt Bügelberge will sowie den durchgebrannten Ehemann, welcher am Ende des Stücks wieder heimkehrt. Publikumsliebling Stephanie Erne alias Omi greift der willigen Hausfrau als heiße Lolita, die eine Erotikhotline bedient, während sie Wollpullover und lange Unterhosen auffaltet, unter die Arme. Und Daniela Michaeli (im Wechsel mit Christine Lafos) sorgt als strenge Frau Bündig vom Gewerbeaufsichtsamt noch für mehr Verwirrung - oder sie souffliert. "Empfehlen sie das Stück weiter oder schweigen sie", fordert die Regisseurin das 50-köpfige Publikum nach 90 munteren Minuten auf.
Besucher Johannes Höring (40) aus Trier wird die Spökes-Komödie weiterempfehlen: "Weil ich das Engagement von Laienschauspielern schätze und das Stück witzig und abwechslungsreich finde."
Weitere Aufführungen im VHS-Gebäude am Domfreihof am 1., 9. und 16. März jeweils 20 Uhr. Karten gibt es in den TV-ServicecenternTrier, Bitburg und Wittlich, Telefon 0651/7199-996, www.ticket.volksfreund.de

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