Wenn "Fifi" krank ist

ZEWEN. Für Hund, Katze, Maus ein großer Moment im Trierer Trierheim: Zu einem guten Ende gebracht wurden die jahrelangen Bemühungen um ein Tierpflegehaus. Die Einrichtung wurde ihrer Bestimmung übergeben.

Es war ein Freudentag für Leopold Kornberg, den Ersten Vorsitzenden des Trierer Tierschutzvereins, wie für alle Mitstreiter, denen an der Arbeit im Trierer Tierheim in Zewen etwas liegt, als Oberveterinärrätin Dr. Beate Engelhardt vom Mainzer Umweltministerium symbolisch das Band durchschnitt, das am Betreten des Tierschutzhauses noch hinderte. Dann durfte die neueste Errungenschaft besichtigt werden, die in 13 Monaten entstanden ist: das Tierpflegehaus mit seinem Herzstück, dem Tierpflegeraum. Damit können die dem Heim anvertrauten Tiere optimal versorgt werden. Die umständlichen und mühsamen Transporte zu den Tierarztpraxen können entfallen. Geplant ist, dass zweimal in der Woche ein Tierarzt nach Zewen kommt, um die erforderlichen ärztlichen Dienste zu erledigen. "Dieser Raum steht einer modernen Tierarztpraxis in nichts nach", freute sich der Vorsitzende über den "schönen Moment". Das 140 Quadratmeter große Gebäude verfügt über einen Quarantänebereich. Dort werden eingelieferte Tiere von anderen abgesondert untergebracht. 21 Boxen stehen dazu bereit. Freude über das Erreichte auch bei den beiden Architekten, Toni und Udo Köhler (Igel). "Uns ist es gelungen, die veranschlagten Baukosten einzuhalten, was nicht immer und überall glückt", so Udo Köhler. Alles eingerechnet betrugen die Kosten der Maßnahme (mit Einrichtung) 240 000 Euro, wozu das Land Rheinland-Pfalz einen Zuschuss von 70 000 Euro beisteuerte. "Das ist eine hervorragende Anlage", befand Beate Engelhardt, in der die optimale Versorgung der Tiere möglich sei: "Schon als wir die Pläne gesehen haben, waren wir begeistert. Wenn Tieren auf so eine Art geholfen wird, geben wir gerne etwas dazu." Was in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, dazu hatten am Eröffnungstag alle Besucher Gelegenheit: Das komplette Tierpflegehaus konnte besichtigt werden.Zum Nutzen der Tiere

Andreas Lindig, der Leiter des Tierheims, gleichzeitig Landesvorsitzender des Tierschutzbundes Rheinland-Pfalz, gab bei den Besichtigungen die Erläuterungen. Kornberg und Lindig dankten allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Ohne großzügige Erbschaften, die dem Tierschutzbund zugeflossen waren, wäre das Ziel nicht erreicht worden. Die Verantwortlichen im Tierschutzverein zögen an einem Strang, zum Nutzen der Tiere, betonte Lindig. Es dürfte so gut wie kein Haustier geben, dem im Tierpflegehaus nicht geholfen werden kann. Selbst Schlangen oder Spielratten gehörten zu den Bewohnern.