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Wenn Knochen im Alter langsam brüchig werden

Wenn Knochen im Alter langsam brüchig werden

Es trifft viele und beginnt oft unbemerkt: Osteporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Kein Wunder also, dass dieses Thema mit fast 200 Teilnehmern auf große Resonanz beim 48. Trierer Arzt-Patienten-Seminar in der Europahalle traf.

Trier. (red) Die Krankheit beginnt schleichend: Bei einem Drittel der Frauen, die älter als 60 Jahre alt sind, kommt es zu einem Verlust an Knochenmasse. Damit steigt die Gefahr der Knochenbrüche etwa an Oberschenkelhals und Handgelenk. Bei Männern tritt die Osteoporose meist erst nach dem 70. Lebensjahr auf.

Wie Dr. med. Bernd Vogt, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Trier, ausführte, begünstigen Risikofaktoren wie Alter, familiäre Belastung, schlanker Körperbau, Bewegungsmangel, Rauchen und Fehlernährung die Krankheit. Bereits mit einfachen Tests könne man Hinweise auf eine Gefährdung gewinnen. Wer aus dem Sitzen nur schwer wieder aufstehen könne, sollte sich untersuchen lassen, empfahl Dr. med. Peter Krapf, Orthopäde Trier. Die Knochendichtemessung (DXA) erhärte gegebenfalls den Verdacht. Dass sich mit einer Änderung des Lebensstils und einem gezielten Bewegungsprogramm nicht nur die Osteoporose bekämpfen lässt, sondern auch Stürzen vorgebeugt wird, belegte Prof. Dr. Wolfgang Menke, Orthopäde am Gesundheitszentrum Saarschleife, Mettlach-Orscholz. Dies ist umso wichtiger, da häufig kleine Stürze zu Knochenbrüchen führen. Bei diesen Oberschenkelhalsbrüchen sind, wie Chefarzt Dr. Andreas Junge, Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Brüderkrankenhaus Trier erläuterte, oft spezielle chirurgische Eingriffe notwendig. Im Schlussreferat berichtete Dr. Walter Ziese, Internist und Rheumatologe, Trier, über die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie, die am besten als Ergänzung zu einer Vitamin D- und Calcium-reichen Ernährung eingesetzt wird. Leiter der Veranstaltung war Prof. Dr. med. Bernd Krönig, Haus der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg.