Wenn sie gebraucht wird, hilft sie immer noch in der Küche

Wenn sie gebraucht wird, hilft sie immer noch in der Küche

In Butzweiler ist Eva Schmitz am 4. Januar 1913 als Eva Strauch zur Welt gekommen. 100 Jahre später lebt sie in Trierweiler und hat den besonderen Geburtstag mit vielen Bekannten, Freunden und Verwandten in "ihrer" Gaststätte gefeiert.

Trierweiler. "Nach der Schulzeit habe ich viele Jahre im Pfarrhaus bei den anfallenden Arbeiten mitgewirkt und in der Landwirtschaft und in der Küche beim Kochen zu Hause Gefallen gefunden. Als der Zweite Weltkrieg begann, wurde beim Trierer Dom eine Notküche eröffnet, wo ich meine Kenntnisse umsetzen konnte", sagt Eva Schmitz im Rückblick auf ihre Kindheit und Jugendzeit - vor einem Jahrhundert.
Nachdem die Trierer Notküche den Kriegswirren zum Opfer fiel, sei sie im Brüderkrankenhaus tätig geworden. Inzwischen hatte sie ihren Mann Hubert Schmitz kennengelernt. Ende 1943 haben sich beide das Ja-Wort gegeben. "So fand ich eine neue Heimat in Trierweiler in der Gaststätte Schmitz, wo ich neben Tätigkeiten in der Gastronomie auch in der Landwirtschaft gebraucht wurde, was mir richtig Spaß machte", erinnert sich die Jubilarin.
Im Lokal ist viel passiert


"Das Feiern bei der Kirmes, Karneval und auch bei Familienfesten waren auf der Tagesordnung im Jahresablauf. Außerdem können wir behaupten, dass hier in der Gaststätte politische Probleme innerhalb des Ortes entschieden wurden", sagt die 100-Jährige.
Trotz einiger Höhen und Tiefen fühlt sich die Jubilarin auch heute noch wohl in der Gaststätte, wenn es gilt, in der Küche zur Hand zu gehen. "Der Trierische Volksfreund zählt immer noch zur täglichen Lektüre, um in gemütlicher Runde, besonders wenn es um das politische Geschehen auch außerhalb der Ortsgemeinschaft geht, mitzureden." Was Eva Schmitz am Herzen liegt: "Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, wer die Bundestagswahlen gewinnt."
Ortsvorsteher Karl-Heinz Schneider sagte: "Unsere Jubilarin hat uns gegenüber etwas Besonderes voraus: Was wir in Geschichtsbüchern nachlesen müssen, das kann sie uns erzählen."
Zu den weiteren Gratulanten gehörten der Kreisbeigeordnete Helmut Reis als Vertreter des Landrats, der auch Glückwünsche von Ministerpräsident Kurt Beck überbrachte.
Ihm schlossen sich der Vertreter von Bürgermeister Wolfgang Reiland, Herbert Feltes, von der Verbandsgemeinde Trier-Land und Ortsbürgermeister Matthias Daleiden an und wünschten für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen. pem

Mehr von Volksfreund