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Wenn Treverer auf Römer treffen; Kleines Volkstheater Trier

Kultur : Wenn Treverer auf Römer treffen

Das Kleine Volkstheater in Trier feiert eine umjubelte Premiere mit dem Stück „Römerzoores on Äbbelbaamstie“.

Zahlreich kamen die Busse an, die die Leute vom nahe gelegenen Sportplatz abgeholt hatten. Warum, war schnell klar: Die unzähligen Gags in Trierer Mundart sind auch für Nicht-Trier gut zu verstehen. Bereits seit 1990 sorgt das Kleine Volkstheater mit Laienschauspielern für unterhaltsame Abende. Und ganz nebenbei gibt es auch etwas Kultur. Alle Stücke haben einen lokalen Bezug.

Bei dem neuen Stück aus der Feder von Helmut Leiendecker und Ehefrau Birgit findet sich der Zuschauer in einem Trevererdorf zur Römerzeit wieder. Aufwendig ist die Bühnendarstellung unter anderem mit einer Taverne, einem Lusttempel und einem „Säckend Händ Sklavenloaden“ eingerichtet. Schon die Namen der Rollen wecken Lust auf mehr. So freut sich das Publikum auf „ Casus Knacksus“, „Pflaumus Augustus“, „Gracia Elegancia“ und viele mehr.

Eigentlich haben die Treverer genug damit zu tun, im Wald nach einem kapitalen Hirsch zu jagen und unter anderem die Taverne „Zum Fetten Otter“ zu betreiben . Dies allerdings mit nicht so großem Erfolg und einigen lustigen Begebenheiten. Als dann auch noch die Römer eintreffen, lassen sich die Treverer  einiges einfallen. Denn die Römer sind zum Steuereintreiben gekommen, was natürlich verhindert werden muss. Da muss auch mal schnell eine Frau her, um nicht zum Dienst in der Legion verpflichtet zu werden.

Wenn dann Helmut Leiendecker als Frau auftaucht, führt das beim Publikum schnell zu Schnappatmung. Nebenbei erfährt der Zuschauer auch, wie der Viez entstanden ist. Benannt wurde er natürlich von „Quantus Porzus“. Auch die Römer verfallen dem Viez.

Die Situation spitzt sich zu, als der Römer „Casus Knacksus“ angeblich vergiftet wird. Die römischen Legionen werden gerufen, um das Dorf zu vernichten. Letztendlich schaffen es die Treverer, die Römer mit Hilfe des Viezes zu überzeugen, keine Steuern zu zahlen und die Vernichtung des Dorfes zu verhindern. Auch bei der Vergiftung von „Casus Knacksus“ hilft der Viez.

Zwischendurch lassen auch die Zuschauer sich gerne mal ein „Amphörchen“ schmecken. Anette Back aus Köln hat Spaß: „Ich bin zu Besuch bei Verwandten in Trier, aber ich verstehe fast alles. Besonders gut gefallen mir der Medikus und „Quantus Porzus“ (Helmut Leiendecker) als Frauen.“. Als dann der Vorhang fällt, reißt der Applaus nicht ab. Den Darstellern ist die Freude über die erfolgreiche Premiere anzusehen. „Ihr seid ein wunderbares Publikum“, bedanken sie sich. „Mer kommen Euch emmer wedder gucken!“, meint Gertrud Ollig aus Trier.

Weitere Vorstellungen: 20. Januar, 24. Februar., 3. März, 10. März, 7. April, 30. April, 9. Mai., 12. Mai, jeweils um 20.30 Uhr. Außerdem am Sonntag, 22. April, 15 Uhr.

Preise: Vorstellungen 16 Euro plus ein Euro Vorverkaufsgebühr. Die nächsten Veranstaltungen sind bereits ausverkauft.

Vorverkaufsstellen: Toto-Lotto Weiler, Telefon 0651/44340 (Kaufhof Simeonstraße) und Schreibwaren Vogtel (Heiligkreuz), Telefon 0651/31018.

Kontakt: Telefon 0651/9930339; www.kleines-volkstheater.de.

Mehr Fotos finden Sie unter www.volksfreund.de