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Kolumne: Wenn Viezjupp sprachlos ist ...

Kolumne : Wenn Viezjupp sprachlos ist ...

Diesen Samstag sehe ich alt aus, liebe Leser. Warum? Deshalb: „Über was schreibst du denn diese Woche, Jupp?“, fragte mich mein zuständiger Redakteur wie jeden Freitag.

Mir passiert ja nicht oft, dass ich eine Antwort schuldig bleibe, aber ich muss gestehen, dieses Mal hatte ich keine. Als der Anruf kam, hatte ich nämlich schon alle Ausgaben von Montag an zweimal durchgeblättert. Wozu könnte ich meinen Senf dazugeben? Die wiederkehrenden Anliegerbeiträge haben Licht- und Schattenseiten. Ich urteile ja gerne pauschal, aber bei diesem Thema lieber nicht. Meine Straße ist nämlich toll in Schuss. Und meine Nachbarn haben erst vergangenes Jahr ordentlich Anliegerbeiträge zahlen müssen. Bei denen kehrt das gut gefüllte Bankkonto also so schnell nicht wieder.

Dass in diesem Jahr ein neuer Medizincampus startet, ist ja eigentlich eine tolle Nachricht, auch wenn keiner meiner Enkel und Enkelinnen den Numerus dingsda schaffen wird, der für ein Medizinstudium notwendig ist.

Der Rest der Berichterstattung in dieser Woche? Eine Katastrophe jagte die nächste. Angefangen bei dem Lastwagen, der in Ehrang in einem Torbogen stecken blieb und eine halbe Hauswand zum Einstürzen brachte. Sechs Wohnungen sind nun unbewohnbar!!! Dann ließen ein paar Gangster in Gerolstein einen Geldautomaten der Kreissparkasse Vulkaneifel in die Luft gehen. Mein Freund, der Eifel-Pitter, war kurz vor einem Herzinfarkt, weil er glaubte, seine ganzen Ersparnisse seien nun weg.

 Doch der traurige Höhepunkt der schlechten Nachrichten: In Trier und Trier-Saarburg steigen die Infektionszahlen mit Corona so rasant, dass jetzt Alarmstufe Rot herrscht. Da ist man als Kolumnist doch arg gebeutelt, wenn man gute Laune verbreiten soll.

 In diesem Sinne: Bleibt gesund! Bis nächste Woche.

Euer Viezjupp