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Wenn vor der Geisterstunde niemand Angst hat ...

Wenn vor der Geisterstunde niemand Angst hat ...

Die BBS-Aula in der Langstraße verwandelte sich am vergangenen Samstag in ein Spukschloss. Doch das Programm war im Gegensatz zum Wetter glücklicherweise nicht zum Fürchten. An beiden Umständen war jedoch irgendwie Petrus beteiligt.

Trier. Ganz alleine eine Galasitzung zu eröffnen, ist für manch Erwachsenen eine Horrorvorstellung - aber nicht für die kleine Lilly Gaab, die zum ersten Mal als Solomariechen mit ihrem Tanz "atemlos" das Publikum verzauberte (Trainer: Sven Gaab). Unter dem Motto "Spukschloss der Roten Funken" saßen aber auch allerlei gruselige Elferratsmitglieder, von denen drei offenbar unsichtbar waren, auf der Bühne, um das gespenstische Geschehen zu beobachten. "Die sind nicht verkleidet, die sehen immer so aus", (f)unkte Sitzungspräsident Lars Wanninger und warnte das Publikum: "Ihr dürft nicht so laut sein, sonst passiert Schreckliches auf der Bühne." Als dann das Konzer Prinzenpaar samt Delegation zu einem Überraschungsbesuch antrat, raunte er ins Publikum: "Das habt Ihr davon, Ihr wart zu laut." Die Konzer nahmen es mit Humor und feierten im Anschluss an ihren Bühnenauftritt im Saal weiter. Der Schwerpunkt bei den Roten Funken liegt im Gardetanz: Drei Gardegruppen und drei Solo-Tanzmariechen wirbelten über die Bühne, und das war weder schrecklich noch gruselig, sondern gekonnt und anmutig. Während "Fahranfänger" Florian Nilles von seinem Horror-Einkaufstrip mit dem frisch erworbenen Führerschein ("nur 200 Fahrstunden") auswendig und gereimt vortrug, hörten die Gäste aufmerksam zu und erkannten wohl die eine oder andere Situation in der Trierer Innenstadt wieder: "Was soll der Quatsch hier in der Stadt, die scheinbar für keinen \'nen Parkplatz hat." Den Trierer Bürgern aus der Seele sprach auch Karnevals-Urgestein Franz Wanninger, der als Petrus einige Skandälchen des vergangenen Jahres Revue passieren ließ. Seit über 30 Jahren steht er in der Bütt und ist ein Garant für gekonnt gereimt und perfekt vorgetragene Vorträge. Nicht nur für Kritik über die schlechte Wahlbeteiligung bei der OB-Wahl ("Eine Blamage für Trier") bekam er am Ende seiner Rede stehende Ovationen vom Publikum. Ob Petrus auch für den gespenstisch heftigen Schneefall außerhalb der Halle verantwortlich war, bleibt wohl sein Geheimnis. Das Trierer Prinzenpaar ließ sich jedenfalls nicht vom schlechten Wetter abhalten, den Roten Funken einen Besuch abzustatten, und brachte das Publikum mit einer kollektiven Tanzrunde ins Schwitzen. Die Stimmung lief dem Zeitplan davon und erst weit nach der Geisterstunde endete die erste Galasitzung der Roten Funken, die noch einige "schrecklich" schöne Höhepunkte zu bieten hatte. An dieser Stelle sei nur so viel verraten: Es muss sich niemand fürchten, das Gruselschloss anlässlich der weiteren Sitzungen zu betreten.Die weiteren Akteure: Kindergarde (Trainerin: Evelyn Thieltges), die zwei Toapaten (Rainer Diefenbach und Francois Kwiatkowksi), Juniorengarde (Trainerin: Claudia Wanninger), Tanzmariechen Michi Huss (Trainer: Sven Gaab), Tanzmariechen Jasmin Brakonier (Trainer: Jennifer Bruder und Nicole Kinzig), Tanzmariechen Beverly Mayer (Trainer: Denise und Sebastian Gouin), Aktivengarde (Trainerin: Claudia Wanninger), die Lampadener, Juniorenshowtanz (Trainerin: Jennifer Bruder), "Salvatore" Jens Müller, Männerballett (Trainerin: Claudia Wanninger), Sven Gaab, Aktivenshowtanz (Trainerin: Claudia Wanninger), Nicole Schoppmeier.Weitere Termine:Nachmittagssitzung: 8. Februar, 14.11 Uhr, zweite Galasitzung: 7. Februar, 20.11 Uhr, dritte Galasitzung: 14. Februar, 20.11 Uhr, Kindersitzung: 17. Februar, 14.11 Uhr. Infos: <%LINK auto="true" href="http://www.rote-funken.de" class="more" text="www.rote-funken.de"%>Extra

"Die Trierer Bürger haben beteuert: Wen so ebbes macht, den is\\' bescheuert." "Petrus" Franz Wanninger zur Vorschrift über den Eichstrich bei der Viezporz.