Einzelhandel Wer rettet die Trierer City vor dem Niedergang?

Trier · Mit der Aktion „Wir gehen mit_unter“ haben Einzelhändler am Montag erneut auf ihre schwierige Situation aufmerksam gemacht. Aber wie schlimm steht es tatsächlich um den Handel in Trier und anderen Innenstädten? Eine Analyse.

 Mit der Aktion „Wir gehen mit_unter“ machen Einzelhändler insbesondere aus der Textilbranche auf ihre schwierige Lage im Lockdown aufmerksam. In Trier beteiligt sich unter anderem das Modehaus Marx daran. An diesem Tag ist fast die komplette Belegschaft erschienen.

Mit der Aktion „Wir gehen mit_unter“ machen Einzelhändler insbesondere aus der Textilbranche auf ihre schwierige Lage im Lockdown aufmerksam. In Trier beteiligt sich unter anderem das Modehaus Marx daran. An diesem Tag ist fast die komplette Belegschaft erschienen.

Foto: Roland Morgen

Karin Kaltenkirchen hat Tränen in den Augen. „Aber Freudentränen!“, betont die Modehaus-Marx-Chefin. Zum Fototermin mit dem TV sind mehr als 50 der insgesamt 72 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erschienen. Obwohl nur ein harter Kern von zwölf Leuten regulär vor Ort ist, um den Notbetrieb des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Das Gros der Belegschaft befindet sich in Kurzarbeit. „Ehrensache, dass ich dabei bin“, meint eine in der Herrenabteilung tätige Verkäuferin. „Es geht schließlich um unsere Existenz.“ Dass so viele ohne Aufforderung gekommen sind, unterstreicht den Ernst der Lage. Karin Kaltenkirchen spricht von einem „echten Desaster“.