Wer zumüllt, soll zahlen!

Der Artikel „... und alles wieder zugemüllt!“ von TV-Redakteur Michael Schmitz ist keineswegs polemisch geschrieben. Er zeigt offen auf, woran es einigen unserer Mitbürger zu fehlen scheint: an Anstand und ordentlicher Kinderstube.

Nun ist das leider nicht auf den Trierer Palastgarten beschränkt. Wie oft werfen Leute ihre Zigarettenkippen aus dem fahrenden Auto, wie oft sind die Straßen um Schnellrestaurants mit Tüten und Bechern übersäht, wie oft tritt man in Hundekot...? Appelle scheinen nichts zu nutzen, daher sehe ich nur einen Ausweg: Wer müllt, muss zahlen! Und zwar nicht fünf oder zehn Euro, sondern 100 oder 500 Euro. Es muss so weh tun, eine Kippe wegzuwerfen, Flaschen liegenzulassen oder den Kot seines Hundes nicht wegzuräumen, dass die allermeisten es dann machen würden. 500 Euro? Herr Kirschweng, würden viele sagen, das ist doch übertrieben. Nun, wie viel kostet es denn, wenn ich meinen Wagen im absoluten Halteverbot (oder gar bei einer Feuerwehrausfahrt) hinstelle und mein Auto dann abgeschleppt wird? Es scheint eben nur über den Preis zu gehen, und deshalb muss der Preis auch vorbeugend hoch sein. Hinzu kommt dann noch die Verpflichtung zur sozialen Arbeit (zum Beispiel dem Wegräumen von Müll). Wiederholungstäter werden dann entsprechend härter bestraft. Wer sich jetzt beschwert, dem sage ich: Du räumst doch sicher alles auf, Du bist doch gar nicht betroffen - oder?

Alexander Kirschweng, Trier