Wertvolle Leistung

TRIER. (woc) Prüfungsausschuss, Schiedsstellen, Ausbildung: Für ihren ehrenamtlichen Einsatz für das Handwerk haben die Trierer Helmut Görres und Werner Meyer die Ehrennadel des Landes aus der Hand von Oberbürgermeister Helmut Schröer erhalten.

"Es sind immer wieder schöne Anlässe, die uns zusammen führen", sagte Oberbürgermeister Helmut Schröer zu Hans-Josef Jänschke, Präsident der Handwerkskammer (HWK). Mit den "schönen Anlässen" meinte Schröer auch die die nicht so seltenen Ehrennadel-Verleihungen an verdiente HWK-Mitglieder. Jänschke hatte die passende Anwort parat: "Das Wir-Gefühl ist bei den Handwerkern eben besonders ausgeprägt." Die Ehrennadel ist die höchste Auszeichnung, die das Land Rheinland-Pfalz für ehrenamtliches Wirken vergibt. Im Auftrag von Ministerpräsident Kurt Beck ehrte Schröer gleich Trierer: Helmut Görres und Werner Meyer. Meyer ist seit 1985 im HWK-Ausschuss, der den Meistertitel-Anwärtern die Prüfungen abnimmt. Der 60-jährige Lehrer ist für den pädagogischen Prüfungsteil zuständig. Görres ist selbstständiger KFZ-Mechanikermeister und seit 1981 im Vorstand der KFZ-Innung Trier-Saarburg. Er ist ständiger Beisitzer der KFZ-Schiedsstelle, die sich um die außergerichtliche Einigung von Unfallgegnern oder bei Streit zwischen Werkstätten und Kunden vermittelt. Beide wurden von der HWK für die Ehrennadel vorgeschlagen. "Ich bin überzeugt, dass die Qualität einer Einrichtung wie der HWK davon abhängt, wie sehr ihre Mitglieder die Sache mittragen", sagte Schröer und fügt an: "Das gilt analog übrigens auch für das Rathaus und die Trierer Bürger." Viele Ehrenamtliche seine zunächst überrascht, dass sie geehrt werden sollen. "Sie wissen meistnicht einmal, wie wertvoll ihre Leistung ist", sagte Schröer. Natürlich ließ Hans-Josef Jänschke - der kürzlich mit dem Ehrensiegel der Stadt Trier bedacht wurde - es sich nicht nehmen, ebenfalls seine "Schäfchen" zu loben: "Die Demokratie lebt vom Ehrenamt", zitierte Jänschke den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, und fügte hinzu: "Dass Sie einen Teil ihrer Freizeit für das Gemeinwesen geben, ist bemerkenswert angesichts des immer mehr und mehr schwindenden Engagements der Menschen in Vereinen, Parteien und Verbänden."

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