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Tanzen: Wettbewerb ohne Erfolgsdruck

Tanzen : Wettbewerb ohne Erfolgsdruck

Der Verein Partyalarm veranstaltet bereits zum siebten Mal den „Dance Show Contest“ in Trier.

(red) Tanzen ist ein Hochleistungssport – entsprechend streng und ernst geht es bei den meisten Wettbewerben zu, bei denen die Punkte der Jury nicht nur für tänzerisches Können, sondern auch für die Ästhetik vergeben werden. Das ärgerte Markus Deutsch und die Mitglieder vom Partyalarm e. V. schon lange.

Nicht zuletzt hat sich dessen Tanzgruppe in der Region einen Namen gemacht, weil sie sich für alle Tanzbegeisterten öffnet. „Wir haben Mitglieder zwischen 14 und 60“, erzählt Deutsch. „Weil es bei Tanzwettbewerben Altersvorgaben   gibt, durften wir oft nicht teilnehmen“, sagt er und fügt hinzu: „Beim Turniertanz geht die Unterhaltung verloren.“ Kurzerhand rief der Verein einen eigenen Tanzwettbewerb ins Leben. Mit der Unterstützung vom SCHMIT-Z konnte der „Dance Show Contest“ 2012 zum ersten Mal in der Tufa stattfinden. 200 Besucher, zumeist Freunde und Bekannte der teilnehmenden Tanzgruppen, kamen damals zu diesem Event. Doch das Interesse wuchs: Im Laufe der Jahre musste man aus Platzgründen ins Romikulum ziehen (400 Zuschauer) und schließlich in den Messepark, in dem 800 Gäste Platz finden.

Da der Aufbau dort für die ausschließlich ehrenamtlichen Mitglieder viel Zeit erforderte, wird es in diesem Jahr erneut einen Ortswechsel geben: Erstmals findet der Dance Show Contest in der Europahalle statt. zwölf  Gruppen haben ihre Teilnahme zugesagt. Alex Rollinger vom schwul-lesbischen Zentrum SCHMIT-Z hat die Schirmherrschaft übernommen. In verschiedenen Tanzrichtungen, Altersgruppen und mit unterschiedlichen Fähigkeiten werden sie ihre Performance zum Besten geben. „Es geht uns nicht um die Wertung der Richter“, betont Deutsch. Die Zuschauer sollen Spaß haben und die Gruppen – darunter auch eine Hip-Hop-Formation aus Mannheim – nicht unter Erfolgsdruck stehen.

Dass diese Message bei den Teilnehmern angekommen ist, zeigt die diesjährige Teilnehmerliste: Auch Karnevals-Männerballetts scheuen weder das Urteil des Publikums noch der dreiköpfigen Jury, die nach jeder Darbietung ihr Feedback gibt. „Nicht allzu streng und nicht böse, aber fachlich“, wie Deutsch betont. Auch die Zeit während der Auszählung des Ergebnisses hat hohen Unterhaltungswert: Magier Lukas Hefner will das Publikum verzaubern, bis letztlich doch ein Sieger verkündet wird.