WhatsApp-Kettenbrief droht Grundschülern mit dem Tod - Polizei ermittelt

WhatsApp-Kettenbrief droht Grundschülern mit dem Tod - Polizei ermittelt

Unbekannte verunsichern zurzeit mit einer Sprachnachricht auf WhatsApp Schüler. Eine weibliche Computerstimme fordert die Kinder auf, die Nachricht an eigene Kontakte weiterzuleiten, ansonsten würden sie ermordet. Die Polizei hat mittlerweile Ermittlungen aufgenommen.

Die Masche ist nicht neu. Zum ersten Mal war sie im September 2013 aufgetaucht, also kurz nachdem der Nachrichtendienst WhatsApp die Funktion für Audionachrichten einführte. Im Dezember desselben Jahres sorgte die Drohung dann an den Schulen in der Region für Unruhe. Damals konnte die Polizei in Schweich eine Sprachnachricht sicherstellen , bei der die Empfänger aufgefordert wurden, sie in zwanzig Minuten an zwanzig Kontakte weiterzuleiten, sonst drohe großes Unheil oder Tod.

2013 konnte die Herkunft der Drohung nicht geklärt werden. Seither ist der Kettenbrief in ständig unterschiedlichen Variationen wieder aufgetaucht. Neben dem eigenen Tod, wird dem Empfänger mit der Ermordung der Mutter oder schweren Verstümmlungen gedroht.

Die jetzt aufgetauchte Version des Kettenbriefs scheint zuerst an Grundschulen in Oberhausen (NRW) verbreitet worden zu sein. Besorgte Eltern meldeten sich inzwischen bei der Polizei. Eine weibliche Computerstimme fordere die Empfänger darin auf, die Nachricht an fünf weitere Kinder weiterzuleiten. Die Stimme drohe mit Mord, falls die Anweisung nicht befolgt werde.

Die Polizei versucht zurzeit den Urheber zu ermitteln. Es sei noch nicht bekannt, ob die Nachricht ihren Ursprung in Oberhausen habe und wenige Kinder betreffe oder von außerhalb komme und schon weite Kreise ziehe. Bei solchen Ketten und ausländischen Providern sei es schwierig an die Ursprungsabsender zu kommen, hieß es. Vom Polizeipräsidium Trier gab es am Freitag keine Auskunft dazu, ob diese Version des Kettenbriefs bereits in der Region verbreitet wurde.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Eltern das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen. Wichtig sei es dem Nachwuchs klarzumachen, dass solche Nachrichten nur Schrecken verbreiten sollen und das Nichtverbreiten der Nachrichten keinerlei negative Konsequenzen für die Kinder nach sich ziehe.

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