Wie aus dem Ei gepellt

Einen Tag der offenen Tür gab es schon öfter beim Löschzug Trier-Biewer. Doch diesmal war er anders: Die Brandschützer des Stadtteils erhielten ein neues (gebrauchtes) Feuerwehrfahrzeug.

Trier-Biewer. Es gibt Feuerwehrfahrzeuge, die sind nach "ihrem Dienst" reif für die Schrottpresse und sonst zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber es gibt auch solche, die taugen noch für ein zweites Leben bei der Feuerwehr. So ein Fahrzeug nennt seit Sonntag der Löschzug Trier-Biewer sein Eigen. Also war die Freude groß unter den Biewerer Floriansjüngern, als Bürgermeister Georg Bernarding am Sonntagnachmittag die Fahrzeugschlüssel eines Löschfahrzeugs (LF) 24 an Löschzugführer Heiko Werner überreichte. Das Fahrzeug steigere die Schlagkraft des Löschzugs ungemein. Sein erstes Leben bei der Feuerwehr begann das einstige "Flaggschiff" (Georg Bernarding) der Berufsfeuerwehr (BF) vor 17 Jahren, wo es in der Vergangenheit grundsolide Dienste geleistet habe (Anschaffungskosten rund 500 000 DM). So gut wie kein Einsatz sei ohne das LF 24 von der BF gefahren worden, erinnerte der Bürgermeister. Wie aus dem Ei gepellt steht das gute Stück da, nachdem sich die Biewerer Wehrmänner Hendrik Kirsch, Thomas Biewer, Mike Zimmer, Markus Kollmann, Joachim Becker, Dominik Redwanz und Löschzugführer Heiko Werner des LF 24 (290 PS, 17 Tonnen, Besatzung eins plus fünf) angenommen hatten. Am Ende wurde es dann sogar noch von Grund auf neu lackiert. So viel Bürger-Engagement rief denn auch Ortsvorsteherin Sabine Berg auf den Plan, die für 600 freiwillige Arbeitsstunden dankte und den Löschzug zur neuen Errungenschaft ganz herzlich beglückwünschte. Pastor Jonas Weber segnete sowohl das Fahrzeug als auch die Feuerwehrleute. Christopher Heinz, Eigengewächs aus der Jugendwehr, wurde während der Feierstunde am Gerätehaus von Bürgermeister Georg Bernarding in die Schar der aktiven Wehrleute aufgenommen. Feuerwehrdienst mache Spaß, man erlebe Gemeinschaft und sei angesehen, warb Bernarding.