Vor 75 Jahren Wie der von Nazis verschleppte Charles Zimmer Weihnachten 1944 in Trier erlebte

Trier · Die Geschichte von Schnaps-Michel und seinem Zaubertrank: Wie der von den Nazis verschleppte Luxemburger Charles Zimmer Weihnachten 1944 in einer Felsenhöhle in Trier-Heiligkreuz erlebte.

Die heilige Familie in der Ruine der  vor 75 Jahren von Bomben zerstörten Heiligkreuzer Kapelle: Die Krippe in der Pfarrkirche Trier-Heiligkreuz erinnert an die Kriegsweihnacht 1944.

Foto: Roland Morgen

Von den Besatzungstruppen zwangsverpflichtet, ins Gefängnis gesteckt, bei ihrem Rückzug verschleppt und immer wieder in lebensbedrohliche Situationen gebracht: Charles Zimmer, dem die Nazis fünf Jahre seines Lebens raubten, hätte allen Grund gehabt, Deutschland und die Deutschen auf ewig zu hassen. Doch der damals 83-jährige Echternacher differenziert in einem Gespräch, das der Trierische Volksfreund 1994 mit ihm führte: „Schweinehunde gab und gibt es auf der ganzen Welt. Aber was ich 1944/45 in Trier erlebte, hat mir den verloren gegangenen Glauben an das Gute im Menschen zurückgegeben.“