Wie ein großer Hut

Sommerzeit ist Ferienzeit. An diesem Wochenende gehen die Ferien in Rheinland-Pfalz zu Ende. Nächste Woche fängt für die meisten die Schule wieder an. Viele kommen aus dem Urlaub zurück, andere haben Urlaub oder Ferien zu Hause verbracht.

Immer wieder hören wir in den Nachrichten von Unfällen, Anschlägen, Krankheit oder Gefahren aller Art. Wer fern der Heimat weilt, sammelt viele neue Eindrücke, spürt aber auch, wie bedroht das Leben ist. Die Angehörigen zu Hause hoffen und bangen, bis die Verreisten wieder gesund zurückgekehrt sind.

"Gott, dein guter Segen ist wie ein großer Hut", dieses Kinderlied erinnert mich daran, dass an Gottes Segen alles gelegen ist. Ob im Flugzeug, beim Baden im Meer oder im Rhein, beim Wandern oder auf der Autobahn — ohne Gottes Schutz geht es nicht. Wie ein großer Hut vor der sengenden Sonne schützt, und dazu beiträgt, dass man in der Sonne keinen Schaden nimmt, so schützt Gottes Segen das Leben. Gottes Segen tut gut. Er begleitet das Leben von Großen und Kleinen, Jungen und Alten.

Gottes Segen geht mit vom Urlaub oder den Ferien nach Hause und wieder in den Alltag, die Arbeit oder die Schule.

Um das erfahrbar zu machen, werden zum Beispiel die Schulanfänger mit einem Gottesdienst begrüßt und einzeln gesegnet. Sie sollen spüren: Nicht nur Mama und/oder Papa sind bei mir, sondern auch Gott. Die aufgelegten Hände und der Segensspruch lassen spüren: Gott passt gut auf mich auf. So geschützt kann ich die Schule anfangen, kann ich mich auf das Neue einlassen und brauche keine Angst zu haben vor dem, was kommt. Gesegnet gehe ich gestärkt an die Arbeit mit dem Vertrauen: Ich werde meinen Aufgaben gewachsen sein. Ich werde das schon schaffen!

Elke Füllmann-Ostertag

Pfarrerin, Saarburg

saarburg@ekkt.de