Wie kommen die Scheine in den Geldautomaten?

Mehring/Leiwen · Die vierten Klassen der Grundschulen Leiwen und Mehring wissen nun Bescheid: Im Rahmen der Sparwoche haben sie sich in den Filialen des KLASSE!-Partners Raiffeisenbank Mehring-Leiwen über die Bank informiert.

Die Leiwener Grundschüler nach ihrer Bankbesichtigung. Foto: Raiba

Mehring/Leiwen. Sie hatten sich intensiv vorbereitet, bestürmten die "Chefs" wahrlich mit ihren Fragen. Die Viertklässler aus Mehring und Leiwen wollten wirklich alles wissen, was bei einer Bank so passiert - oder eben nicht. "Nein, Gott sei Dank sind wir noch nie überfallen worden", sagte Paul Berweiler, Geschäftsstellenleiter Mehring der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen. Gerade hatte er die Schüler in das "Allerheiligste", den Tresorraum der Bank, geführt, da drehten sich viele Fragen um Polizei, Alarm oder Überfälle. Erschrocken nahmen die Schüler auch den Begriff "Geldbombe" zur Kenntnis. "Nein, das ist keine echte Bombe, das ist nur der Behälter, in dem Kunden ihr Geld auch außerhalb der Öffnungszeiten bei uns abgeben können", erklärt Berweiler.
Und mit lautem Gepolter fällt wenige Sekunden später auch die "Bombe" in den Schacht im Tresorraum. Die Schüler sind begeistert - genau wie vom Gold, das sie nach dem Öffnen der 70 Zentimeter dicken Stahltür zum Tresorraum in Händen halten und dessen Wert sie schätzen dürfen.
Wie Berweiler hat auch Bankvorstand Ewald Barten alle Hände voll zu tun, um die Fragen der Leiwener Grundschüler zu beantworten. Auch dort drehte sich vieles um die Sicherheit einer Bank, den Tresorraum - und die Menge des Geldes, die sich in einer Bankfiliale befindet. Dies durften die Banker allerdings nicht verraten.
Großen Wissensdrang legten die Schüler auch beim Geldautomaten an den Tag. "Wie kommen denn da die Scheine rein?" Eine Bankangestellte zeigte den Viertklässlern die Fächer, in denen die Scheine sortiert in 5-, 10-, 20-, 50- und 100-Euro-Noten lagern und dann "ausgespuckt" werden. Interessiert waren die Kinder auch an der Geldzählmaschine, die in einer Sekunde einen ganzen Berg an wild durchmischten Scheinen bearbeitet und als Ergebnis 4000 Euro angibt.
Nach ihrem Besuch bei der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen wussten die Grundschüler zudem, dass man Geldscheine nicht kopieren kann und wie ausländisches Geld aussieht.
"Wie lange habt ihr eigentlich auf?", "Warum arbeitest du hier?", "Macht das Arbeiten hier Spaß?" waren weitere Fragen, mit denen Paul Berweiler bei der rund einstündigen Führung konfrontiert wurde. Am Ende konnten die Schüler in Mehring und Leiwen sogar noch etwas gewinnen - ein Gutschein für ein Spiel ging an das Kind, das den Geldbetrag in einem großen Glas voller Münzen am genauesten schätzte.
"Wir wollen den Kindern frühzeitig den Umgang mit Geld nahebringen. Und ich denke, das Interesse der Grundschüler bei diesen Besichtigungen war wirklich sehr groß", sagte Geraldine Meyers, Marketingleiterin der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen. BP