Wilder Westen auf und an den Straßen

Kommentar : Wilder Westen auf und an den Straßen

Die Zahl der verteilten Knöllchen lässt staunen. Möglicherweise hätten die Mitarbeiter des Ordnungsamts in dem einen oder anderen Fall ein Auge zudrücken können, auch wenn ihre Entscheidung formal korrekt war.

Beklagen dürfen sich die betroffenen Autofahrer dennoch nicht. Wer bei einem solchen Massenspektakel in Trier falsch parkt, muss mit einer Verwarnung rechnen.

Die konsequente Ahndung von Verstößen ist auch im Alltag wichtig, wenn die Stadt nicht in der Blechlawine der in Wild-West-Manier geparkten Autos ersticken soll. Die Neigung vieler Autofahrer, Verkehrsregeln zu ignorieren, ist ausgeprägt und zeigt sich derzeit auch bei den vielen Baustellen. Das erzeugt Frust und Aggressionen bei allen Fahrern, die sich ordnungsgemäß verhalten.

Noch weniger zu tolerieren sind Wildpinkler, die mit ihrem Blaseninhalt die Blumenbeete und Büsche von Privatgärten berieseln. Mehr Toiletten auf der Festmeile helfen. Allerdings muss dafür der Widerstand gegen Dixi-Klos vor dem eigenen Grundstück aufgegeben werden.

r.neubert@volksfreund.de

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