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Willem-Alexander und Maximal kommen am 11. Oktober nach Trier

Gesellschaft : Jetzt sicher: Máxima und Willem-Alexander besuchen Trier

Offiziell gibt es zwar immer noch keine Bestätigung, aber nach sicheren Informationen des TV steht der Trier-Besuch des niederländischen Königspaars im Oktober mittlerweile fest. Auch in Bernkastel-Kues soll es eine Stippvisite geben.

Kommen Königs, gilt es tausend Dinge zu beachten: Sind die Besuchsorte sicher zu erreichen? Reicht der Platz für die große Gefolgschaft, mit der das niederländische Adelspaar reist? Wer tritt wem auf die Füße, wenn der eine Betrieb besucht wird, der andere allerdings nicht? Und das letzte Wort gehört offenbar König Willem-Alexander und Königin Máxima höchst selbst bei der Frage, wie sie ihren Rheinland-Pfalz-Besuch am 10. und 11. Oktober im Detail gestalten wollen.

„Bevor das Königshaus dem Programmablauf nicht abgesegnet hat, ist nichts in Stein gemeißelt“, fasst ein Beteiligter gegenüber dem TV zusammen. Und noch sei die königliche Unterschrift unter dem Terminkalender nicht trocken.

Dass König und Königin den von der Mainzer Staatskanzlei vorgeschlagenen Besuch in Trier in letzter Minute ablehnen, scheint mittlerweile allerdings ausgeschlossen. Der grobe Plan: Am Mittwoch, 10. Oktober, reist das Königspaar zuerst in die Landeshauptstadt Mainz. Von dort geht es am Donnerstag, 11. Oktober, zunächst zu einem Kurzbesuch nach Bernkastel-Kues. Nächster Stopp ist Trier, bevor am Freitag, 12. Oktober, die Majestäten dem Saarland ihre Visite abstatten.

Der Besuch wird minutiös vorbereitet: Vertreter der niederländischen Botschaft, des Königshauses, der Mainzer Staatskanzlei, der Trierer und der Bernkastel-Kueser Stadtverwaltungen sowie der Polizei waren am Dienstag und Mittwoch in Bernkastel und Trier unterwegs, um die potenziellen Örtlichkeiten unter die Lupe zu nehmen.

Wie und wann genau die Hoheiten anreisen und wem sie die Ehre eines persönlichen Besuchs tatsächlich erweisen, steht allerdings noch nicht fest. „Würden jetzt schon Namen genannt und sich dann doch noch ergeben, dass die Örtlichkeit etwa nicht gut abzusichern oder nicht ideal zu erreichen, dann könnte das für die Beteiligten unangenehm sein“, sagt eine Beteiligte der Programmplanung.

Zumindest für Trier können aber zwei Fixpunkte genannt werden: die Besichtigung der Karl-Marx-Ausstellung und ein Gala-Dinner an einem noch unbekannten Ort. „Ja, ein Besuch der Karl-Marx-Ausstellung steht auf unserer Vorschlagsliste für den Besuch des niederländischen Königspaars“, bestätigt Jutta Gardill, Pressereferentin der Mainzer Staatskanzlei, die die Besuchsreise organisiert, auf TV-Nachfrage.

Einladungen zum ebenfalls vorgesehenen festlichen Abendessen sind noch nicht ausgesprochen. „Insgesamt werden es allerdings wohl rund 250 Gäste sein – darunter auch die Mitglieder der fünf Delegationen, die die Reise begleiten“, sagt Gardill – freilich ohne sich darauf festlegen zu wollen, dass das Ganze tatsächlich in Trier stattfinden wird. Eine offizielle Mitteilung zum Programmablauf werde es wohl frühestens nächste Woche geben.

Auch auf der offiziellen Homepage des niederländischen Königspaars sind bislang keine Details zum Rheinland-Pfalz-Besuch angegeben. Betont wird im Terminkalender allerdings, dass es sich um einen Arbeitsbesuch handele, bei dem es um die Themen „Digitalisierung (Schwerpunkt: sichere und digitale Industrie), Biowissenschaften und Gesundheit (Schwerpunkt: e-Health, Mobilität und Vitalität)“ gehen soll. Die fünf Delegationen, besetzt mit Vertretern aus den Niederlanden sowie mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Rheinland-Pfalz und dem Saarland – sollen sich intensiver mit den Wirtschaftsthemen auseinandersetzen.

„Dass das niederländische Königshaus die Region besucht, werten wir als Zeichen größter Wertschätzung“, sagt Jan Glockauer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Trier. Auch das Thema für die Wirtschaftsgespräche sei gut gewählt: „Digitalisierung beschäftigt die Betriebe in der Region Trier zurzeit besonders. Um Digitalisierung voranzutreiben, muss der Netzwerkgedanke an oberster Stelle stehen. Voneinander lernen lautet die Devise. Dabei macht es Sinn, auch den Austausch zu unseren europäischen Nachbarn zu pflegen“, sagt Glockauer. Tatsächlich sind die Niederlande ein sehr wichtiger Partner der rheinland-pfälzischen Wirtschaft (siehe Info).

Neben der „Handelsmission“ – so nennt das Königshaus den Besuch offiziell – wird es allerdings wohl auch einen öffentlichen, publikumswirksamen Auftritt geben, bei dem König Willem-Alexander und Königin Maxima den Bürgern nahekommen.

Bei Königin Margrethe II. von Dänemark war das Interesse daran groß: Margrethe weilte samt Gemahl Prinz Henrik am 15. März 1994 für ziemlich genau zwei Stunden und 45 Minuten in Trier. Der Besichtigung der Porta Nigra schloss sich damals ein Spaziergang durch die Simeonstraße bis zum Hauptmarkt an. Trotz Regens kamen Tausende in die City, um einen Blick auf die Hoheiten zu erhaschen.