Winterfolgen: Fast jede zweite Straße stark beschädigt

Winterfolgen: Fast jede zweite Straße stark beschädigt

Frost, Eis und Schnee haben in diesen Wochen den Straßen in der Region so stark zugesetzt, wie selten zuvor. Doch mitten im Winter lassen sich Schäden nur provisorisch ausbessern, einige Straßen mussten deshalb schon gesperrt werden. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

(hw) Nach dem Frost kommt der Frust: Tausende Schlaglöcher in der Region nerven die Autofahrer. „Der frühe und starke Wintereinbruch hat seine Spuren hinterlassen“, sagt die Pressesprecherin des Landesbetriebs Mobilität (LBM), Sabine Cibura. Der Landesbetrieb unterhält die Autobahnen sowie Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in Rheinland-Pfalz – letztere auch in Ortschaften, wenn Städte weniger als 80.000 Einwohnern haben.

In den Wintern 2008/09 und 2009/10 musste der LBM 7,8 Millionen Euro beziehungsweise rund 15 Millionen Euro für die Schlagloch-Beseitigung auf den rheinland-pfälzischen Straßen aufbringen. Manche Experten fürchten, dass sich in diesem Winter die Kosten sogar verdoppeln könnten. Schon fordern Städte, dass Bund und Länder deutlich mehr Mittel für Straßensanierungen bereitstellen. Die Experten des Tüv Rheinland schätzen, dass derzeit rund 40 Prozent aller Straßen in Deutschland stark geschädigt sind – und im vergangenen Winter hätte das Wetter Schäden von 2,3 Milliarden Euro verursacht.

Bisher können die Schlaglöcher nur mit einem sogenannten Kaltasphalt repariert werden, eine vorläufige „Notoperation“, um Schlimmeres zu verhindern. Bei großen Schäden sperren Behörden die Straßen, wie beispielsweise jüngst die Landstraße 46 bei Manderscheid (Bernkastel-Wittlich) oder die Bundesstraße 407 im Kreis Trier-Saarburg .

Die Stadt Trier muss sich – anders als die übrigen Städte und Kreise in der Region – selbst um ihre Schlaglöcher kümmern. Wenn auch die Stadt gerade eine erste Schadensbilanz erstellt, zeigt sich doch schon, dass diese Winter für Triers Straßen hart wird. „Die Zahl der Schäden hat sich erheblich erhöht“, sagt der Pressesprecher der Stadt Trier, Günther Lanfer. Das Problem von Trier und vielen anderen klammen Kommunen: Ist der Straßenzustand erst einmal schlecht, kann der Winter viel leichter Schlaglöcher aufreißen. Autofahrer können bei Schlagloch-Schäden jedoch nicht unbedingt mit Schadensersatz rechnen.

Welche Erfahrungen haben Sie in diesem Winter schon mit Schlaglöchern und anderen Winterschäden auf den Straßen der Region gemacht? Fotografieren Sie die Ihrer Meinung nach schlimmsten Schlaglöcher und schicken Sie sie uns an echo@volksfreund.de. Bitte vergessen Sie nicht, uns Angaben zum Bild (welche Straße, wo genau) sowie Ihren Namen mitzuteilen!

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