WIRTSCHAFT

Zum Bericht "Nach Irsch droht erst einmal das große Nichts" über die Ausweisung von Gewerbegebieten in Trier (TV vom 30. März):

Es mangelt der Stadt Trier künftig an neuen Gewerbegebieten. In Trier-Irsch stehen nur noch sieben freie Parzellen für Handwerksbetriebe zur Verfügung. Ein neues größeres Gewerbegebiet sei längerfristig nicht in Sicht, so der Wirtschaftsdezernent. Der vormals geplante Handwerkerpark in Trier-Feyen wurde zu Bauland umgewidmet, nun das Aus für eine Option eines Gewerbegebiets am Kockelsberg laut Entwurf eines Flächennutzungsplans der Stadt Trier bis zum Jahr 2025. Allerdings: Ein größeres Gewerbegebiet in einem Wassereinzugsgebiet zu planen, zeugt nicht eben von einer übersichtlichen und kompetenten Vorgehensweise der Flächenplanung. Die Ausweisung neuer attraktiver Gewerbegebiete sollte oberste Priorität einer kommunalen Wirtschaftsförderung erhalten. Der Wirtschaftsdezernent bleibt hier in der besonderen Verantwortung. Denn die Wirtschaftsdaten der Stadt Trier stehen nicht zum Besten! Im Vergleich mit der Stadt Koblenz erzielt Trier zurzeit lediglich rund 60 Prozent an Gewerbesteuererträgen, umgerechnet je Einwohner. Die gewerbliche Unternehmensdichte in Trier ist relativ geringer, auch die wirtschaftliche Wertschöpfung in Trier bleibt deutlich hinter Koblenz zurück. Es mangelt an Betriebsdynamik. Der Saldo zwischen Betriebsgründungen und -schließungen war zuletzt negativ, anders als in den Städten der Rheinschiene. Die Grenzlage Triers führt zu wirtschaftlichen Standortnachteilen. Um diese Nachteile zu verringern, braucht Trier dringend neue attraktive Gewerbegebiete, welche die spezifischen Vorteile der Randlage mit Bezug zur Region SaarLorLux, insbesondere zu Luxemburg, besser zur Geltung bringen. Es gibt seit längerem die Idee eines Wissenschaftsparks Trier-Luxemburg, angesiedelt in der Nähe der A 64. Diese Idee sollte forciert mit der Ansiedlung von Betrieben mit grenzüberschreitenden Tätigkeitsbereichen umgesetzt werden. Es gibt sowohl beim Kreis Trier-Saarburg als auch bei der Stadt Trier Ideen zur Prüfung neuer großer Gewerbegebiete an der A 64 bei Herresthal. Eine Kooperation bedarf der baldmöglichen Umsetzung. Dieter Hardes, Trier

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