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Wo der Bürgermeister im Sand spielte

Wo der Bürgermeister im Sand spielte

PÖLICH. Unter großem Einsatz zahlreicher Eltern und Bürger ist der Pölicher Kindergarten "Tabaluga" renoviert und sind neue Spielgeräte angeschafft worden. Bei einem "Tag der offenen Tür" wurden die neuen Räume vorgestellt, die künftig auch Kindern ab zwei Jahren offen stehen.

"Ich danke allen engagierten Helfern dieser Aktion, die zahlreiche Stunden ihrer Freizeit geopfert haben und sich große Anerkennung verdient haben", lobte Bürgermeister Berthold Biwer beim Tag der offenen Tür die Helfer der Neugestaltung des Pölicher Kindergartens. Die Renovierung des Gebäudes und des Spielplatzes war eine Initiative, die von Ehrenamtlichen ausging. Im Januar 2006 hatten der Förderverein und der Elternbeirat des Kindergartens mit den Planungen für eine umfassende Renovierung begonnen. Das Hauptproblem war die Beschaffung der Mittel, wie Sabine Razen vom Förderverein schilderte: "Angesichts der leeren öffentlichen Kassen mussten wir uns an Sponsoren wenden, was uns auch gelungen ist: Wir haben 8000 Euro an Spenden erhalten." Mit diesem Geld und mit Zuschüssen vom Kreis Trier-Saarburg und anderen Trägern wurden die Materialkosten bestritten. Die Arbeit wurde von freiwilligen Helfern, meist Eltern, Winzern und anderen Bürgern, sowie von einigen Firmen getan. So wurden im Sommer die Außenwände neu verputzt, Decken und Wände neu gestrichen, Fußleisten und Teppiche erneuert sowie Toiletten und Gruppenraum renoviert. Zusätzlich wurde ein Ruheraum geschaffen, was den Vorteil hat, dass künftig auch Zweijährige in den Kindergarten aufgenommen werden können. "Das sichert den Bestand des Kindergartens langfristig", sagte Ortsbürgermeister Frank Hömme, der sich vom Einsatz seiner Bürger begeistert zeigte. Projektleiter Andreas Berg war auch für die Neugestaltung des Spielplatzes verantwortlich. Dort wurden neue Spielgeräte angeschafft, der Boden neu bemalt und eine Kletterbrücke an den bestehenden Turm angebaut. "Zahlreiche Winzer haben uns geholfen, die 50 Kubikmeter neuen Rindenmulch auf dem Boden zu verteilen”, erzählte Berg. Die Kinder freuten sich über ihre neuen Spielmöglichkeiten im Kindergarten. Zum Tag der offenen Tür hatten sie eigens ein Lied einstudiert, das sie unter großem Beifall des Publikums vortrugen. Sie sangen: "Wo hat schon der Bürgermeister im Sandkasten gespielt? Wo hat seine Frau schon ihre Puppe an den Haaren gezupft? Im Kindergarten!"