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Wo einst Bier aus Koblenz in Trier ausgeschenkt worden ist

Wo einst Bier aus Koblenz in Trier ausgeschenkt worden ist

Den auf dem Suchbild der vergangenen Woche abgebildeten Jungen haben wir nicht gefunden. Doch die Antwort auf die Frage nach der gesuchten Straße stellte besonders für Leser aus den westlichen Stadtteilen kein Problem dar. Das Suchbild dieser Woche stammt aus einem weltmeisterlichen Jahr.

Trier. Für Albertine Kewenig oder Jürgen Kiefer war die Auflösung bei der Frage nach dem Aufnahmeort des Fundstücks aus dem TV-Archiv kein Problem. "Heute war es für mich als Trier-Wester einfach", schreibt Kewenig. "Wo heute das RWE-Gelände in der Eurenerstraße ist, gab es die Barackensiedlung ,Fröschenpuhl'." Und Kiefer ergänzt: "Meine ersten beiden Grundschuljahre verbrachte ich in der Kurfürst-Balduin-Grundschule in Trier-West. Zumindest ein Schulkollege wohnte im Fröschepfuhl. Da dieser jedoch des Öfteren unentschuldigt in der Schule fehlte (oder schwänzte), bat mich mein Lehrer, einen Brief bei ihm Zuhause in den Briefkasten zu werfen." Und er fügt an: "Ich bin nicht der Knabe auf dem Bild, könnte es von Alter und Statur aber durchaus sein."
Auch Hans Wolsfeld (91) erinnert sich. Im Trierweilerweg wohnend sei er in den Kindergarten gegangen, der sich innerhalb der Siedlung in einer eigenen Bracke befunden habe. Die Einrichtung sei von Nonnen geführt worden.
August Amidon ist in der Siedlung 1942 geboren worden. Er wohnte 17 Jahre lang dort und erinnert sich noch an viele Einzelheiten. In den großen Baracken hätten jeweils vier Familien gewohnt. In der an der Bahn seien es die Familien Kress, Leberger, Friedrich und Herrig gewesen.
Thomas Breyer gibt eine Lagebeschreibung für die Straße. Sie sei ein Abzweig von der Eurener Straße in Richtung Mosel, etwa in Höhe der Blücherstraße gewesen. "Den Namen hatte sie von der Gemarkung, auf der sie lag." Dort seien in den 1920er Jahren zur Linderung der Wohnungsnot Baracken errichtet worden, "die auch Anfang der 1960er Jahre existierten, dann jedoch abgerissen wurden."
Der Eurener Heimatforscher Adolf Welter fügt an, dass während des Ausbaus der Moselschleuse in den 60er-Jahren die Firma Trier-West-Eisenhandel dort eine Eisenbiegerei errichtet habe. "Wenig später erwarb es das RWE zur Erweiterung der Umspannanlage und zur Erweiterung eines Parkplatzes." Nach seiner Kenntnis sei das Barackenlager bei Luftangriffen so stark zerstört worden, dass es unbewohnbar gewesen sei. Lediglich eine Baracke nahe der Eurener Straße sei repariert worden und sei von der Hitlerjugend genutzt worden.
Ebenfalls die richtige Antwort wussten Reinhold Brähler (Gusterath), Dieter Schürmann (Trier), Helmut Bonerz (Konz) und Jürgen Schlich (Trier).
In dieser Woche geht es um eine Aufnahme aus dem Jahr 1954, in dem Deutschland erstmals Fußballweltmeister wurde. Dazu folgende Fragen: Wo ist das Fundstück aus dem TV-Archiv aufgenommen worden? Was ist zu sehen. Was befindet sich heute an dieser Stelle?
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