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Wohin die Reise geht, ist noch nicht ganz klar

Wohin die Reise geht, ist noch nicht ganz klar

Die Staatliche Weinbaudomäne Avelsbach liegt dem Ortsbeirat Trier-Kürenz wie kaum ein anderes Stadtteil-Thema am Herzen. Deshalb haben sie bei der jüngsten Ratssitzung eine Resolution verabschiedet, in der sie Oberbürgermeister Wolfram Leibe sowie den Stadtrat auffordern, die private Verpachtung der Weinbaudomäne zu verhindern. Denn das Land möchte sie auf jeden Fall verpachten.

Trier-Kürenz. Die Reise Ser staatlichen Weinbaudomäne Avelsbach wird der Kürenzer Ortsbeirat wohl nicht aufhalten können. In diesem Punkt sind sich die Ratsmitglieder bei ihrer letzten Sitzung einig. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution wurden sowohl Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe wie auch der Stadtrat aufgefordert, alles dafür zu tun, dass die Weinbaudomäne nicht an privat verpachtet wird.
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Egal für welches Modell sich das Land Rheinland-Pfalz als Eigentümer entscheidet und wer den Zuschlag erhält, die Stadt müsse schon von Anfang an ernsthaft eingebunden werden in das ganze Verfahren. Interessenten seien vorhanden, wollte Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) in der Angelegenheit erfahren haben, ohne dass ihm Näheres mitgeteilt worden sei. Nur schade sei, dass so ein Traditionsbetrieb "an die Wand gefahren wird", bedauerte der Ortsteilchef.
David Natus wies für die SPD-Fraktion darauf hin, dass durch eine mögliche Verpachtung in private Hände der Naherholungscharakter des gesamten Areals für die Bürger nicht eingeschränkt werden dürfe und auch Wein sowie Reben im Stadtgebiet erhalten bleiben müssten.
Karl Lübeck (FWG) unterstrich den historischen und kulturellen Hintergrund der Domäne. Da dieser Gedanke in der Resolution zu kurzkomme, werde seine Fraktion in einem Ergänzungsantrag dies ganz speziell thematisieren.
Ortsvorsteher Michels forderte die Fraktionen dazu auf, ergänzende Hinweise und Begründungen zu dem CDU-Antrag, den Harald Mander vorstellte, beizusteuern. Rückblick: Verwalterin Ingrid Steiner hörte nach viereinhalb Jahren als Leiterin der Weinbaudomäne vor knapp einem Jahr auf. Für Karl Lübeck steht fest, dass ihr "Knüppel in den Weg gelegt wurden."
Dabei hätte genau sie das Zeug dazu gehabt, der Domäne zum Erfolg zu verhelfen, Bio-Wein hin, Bio-Wein her. Unterm Strich könne die möglicherweise unabwendbare Verpachtung "auch eine Chance darstellen". Stadt und Ortsbeirat wollen beteiligt werden, lautete der Appell von Ortsteilchef Bernd Michels an die Adresse des Landes.
Eigens für die Beratungen Verkehrsmaßnahmen Petrisberg, Robert-Schuman-Allee war Sandra Klein vom städtischen Tiefbauamt in die Ratssitzung gekommen. Viele Anregungen seien vom Amt bereits geprüft worden, leider ohne Erfolg. Die Robert-Schuman-Allee sei eine "typische 50-Kilometer- Straße" wie auch eine Hauptverkehrsstraße, der aber nicht die Bedeutung einer Bundes- oder Landesstraße zuzumessen sei mit "nur" 7000 Fahrzeugen am Tag. Anhand der Verkehrszahlen scheide ein Fußgängerüberweg aus. Die lange Gerade biete eine gute Sicht auf den herannahenden motorisierten Verkehr. Gleichwohl sei man bemüht, die Querungshilfen für die Fußgänger zu optimieren.
Die Bushalteflächen ließen sich noch überdachen, und auch die mitunter angespannte Parksituation soll laut Sandra Klein verbessert werden.