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Wohl kein Stadtteil verändert derzeit so sehr sein Gesicht wie Trier-West.

Interview : „Milliunen“ Großprojekte in Trier-West

Wohl kein Stadtteil verändert derzeit so sehr sein Gesicht wie Trier-West. Ortsvorsteher Horst Erasmy erzählt im TV-Interview, was 2018 passiert ist. In diesem Jahr rücken die Baustellen aus dem tiefen Westen näher an die City heran –  und betreffen viele Autofahrer.

  Ein Blick zurück, ein Blick voraus: Die Trierer Ortsvorsteher skizzieren im Interview mit dem TV die wichtigsten Entwicklungen der Jahre 2018 und 2019 in ihren Stadtteilen. Heute: Horst Erasmy (CDU) aus Trier-West/Pallien.

Was waren die wichtigsten Themen des Jahres 2018 in Trier-West und Pallien?

Erasmy: Da gibt es Gott sei Dank nach jahrelangem Stillstand vieles zu berichten. Ein wichtiges Projekt ist die Sanierung des Gebäudes Gneisenaustraße 33 bis 37. Sie hat 2018 begonnen und soll 2019/2020 abgeschlossen sein.  Auch in der Magnerichstraße ist die Sanierung der städtischen Sozialwohnungen vorangekommen: Der zweite Block ist abgeschlossen, die Wohnungen haben nun Heizungen und Bäder. Außerdem hat der Ausbau des Bauspielplatzes an der Eurener Straße begonnen – perspektivisch können so die beiden Standorte der Lernstube zusammengelegt werden. Das Walburga-Marx-Haus ist abgerissen worden, die Caritas baut dort einen neuen Kindergarten, den die Stadt dann mietet. Vorübergehend ist die Einrichtung in der Jägerkaserne untergebracht.

Ortsschild Trier-West Foto: TV/Lambrecht, Jana

Was wird Ihren Stadtteil 2019 voraussichtlich beschäftigen?

Erasmy: Auch in diesem Jahr passiert einiges: Zunächst wird die Luxemburger Straße saniert. Dann folgt die Umgestaltung des Römerbrückenkopfs, dort entsteht  der geplante Kreisverkehr.  Auch an der Verbindungsstraße West beginnen die Arbeiten – die  Entlastungsstraße für Eurener/Luxemburger Straße soll 2020 fertig werden.

In diesem Jahr erfolgt die Investorenausschreibung für die Jägerkaserne: Bewerben können sich Interessenten, die die Entwicklung des Areals umsetzen wollen. Dabei legen wir Wert darauf, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht, wir wollen dort keine Luxuslofts.

Am Trierweilerweg werden wir das Umfeld neu gestalten, im Innenbereich der Gneisenaukaserne sollen Treffpunkte für die Bewohner entstehen. Derzeit laufen Gespräche, die Gärten zu öffnen, die derzeit oft eher Verschlägen gleichen.  Die Turnhalle der Bezirkssporthalle in Trier-West wird neu gebaut. Und ich hoffe, dass es dieses Jahr auch beim ehemaligen Ausbesserungswerk der Bahn vorangeht.

Sind die Ortsbeiräte noch zeitgemäß?

Erasmy: Was die Größe der Ortsbeiräte betrifft, bin ich offen – man kann durchaus darüber nachdenken, die Anzahl der Mandate zu reduzieren. Aber die Ortsbeiräte sind unverzichtbare  Bindeglieder. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Ich habe bei der Stadt ein Ortsvorsteher-Büro im Stadtteil beantragt. In unserem Stadtteil sind so viele Institutionen, Initiativen und Verbände aktiv, da braucht es ständig Abstimmungen, Treffen und Gespräche. In einem so großen Gebäude wie der Jägerkaserne sollte es doch möglich sein, einen einzigen Raum für uns zu finden! Der Oberbürgermeister empfängt seine Gäste ja auch nicht in seiner Wohnung.

Mit Horst Erasmy sprach TV-Redakteurin Inge Kreutz.