Dorfentwicklung : Ideen fürs Wohnen im Alter

Trittenheim sucht nach neuen Wohnformen für ein selbstbestimmtes Leben.

„Wo und wie werde ich wohnen, wenn ich älter bin?“: Diese Frage hat sich wohl jeder schon einmal gestellt.

Es gibt Menschen, die bis ins hohe Lebensalter fit sind und im eigenen Haushalt wohnen. Andere leben im Familienverband, einer Mehrgenerationen-Familie und wieder andere gehen in ein Seniorenheim und verlassen damit ihren gewohnten Lebensmittelpunkt.

Die Ortsgemeinde Trittenheim sucht nach einer alternativen Wohnform, bei der die Ältesten in dem ihnen bekannten Umfeld bleiben können, den Kontakt zu Freunden und Bekannten nicht verlieren und selbstbestimmt gemeinschaftlich wohnen.

Eine wichtige Grundlage dafür wurde mit dem Abriss von drei Häusern im Ortskern, in der Laurentiusstraße 2 bis 6, geschaffen, die im Besitz der Gemeinde waren.

Auf der planierten Fläche soll ein Wohnhaus entstehen, das neue Möglichkeiten bietet: Appartements sein, von unterschiedlichen Diensten unterstütztes Service-Wohnen oder Wohn-Gemeinschaften. Um über das Projekt zu informieren, hatte Ortsbürgermeister Franz-Josef Bollig zu einer Veranstaltung ins Jugendheim eingeladen. Paul Haubrich, Geschäftsführer des Selbsthilfevereins Club Aktiv Trier, stellte das Konzept vor.

Architektin Sonja Weber präsentierte zwei Varianten, die sich in die baulichen Gegebenheiten des Dorfes einpassen würden. Bollig erklärte: „‚Wir wollen nicht etwas bauen, was dann keiner haben möchte, sondern Interessenten für eine dieser Wohnformen finden. Diese können mitbestimmen, welche Wohnform zum Tragen kommt und wie der Innenausbau, natürlich im Rahmen der Bauvorschriften, gestaltet werden soll.“

Zwei wichtige Themen gehen dabei Hand in Hand, die Dorferneuerung und der demografische Wandel. Teilweise werden Häuser von nur einer Person bewohnt. Ein Wohnen in einem Einzelzimmer oder kleinen Appartement, das der Bewohner individuell einrichtet, mit einem entsprechenden Service, (Unterstützung im Haushalt oder bei der Freizeitgestaltung) könnte eine Option sein.

Alle Räumlichkeiten sollen barrierefrei ausgebaut werden, es gibt Gemeinschaftsräume, und die gute Infrastruktur ermöglicht, dass alle notwendigen Stellen fußläufig erreichbar sind. Zentrales Ziel: Die Seniorinnen und Senioren müssen ihr Dorf und ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen.

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