Wohnungsbaugesellschaft gbt stellt Geschäftsbericht 2018 vor

Wirtschaft : gbt-Bilanz in Trier: Weniger Leerstand, mehr Sozialwohnungen

Die Wohnungsbaugesellschaft gbt, an der die Stadt Trier knapp 40 Prozent der Aktien hält, hat ihren Geschäftsbericht 2018 vorgestellt.

Die Wohnungs und Treuhand AG (gbt) hat ihre Aktionäre über das Geschäftsjahr 2018 informiert. Bei der ordentlichen Hauptversammlung unter Leitung der Aufsichtsratsvorsitzenden Sabine Krummenerl wurde auch in die Zukunft geblickt.

Das Bilanzvolumen des Geschäftsjahrs 2018 liegt bei 146 Millionen Euro und damit unter dem Wert des Vorjahres (150 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 1,75 Millionen Euro (Vorjahr: 1,835 Millionen Euro). Die so genannte Leerstandsquote bei Mietshäusern, die von der gbt verwaltet werden, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 2,24 Prozent auf 2,12 Prozent gesunken. Die niedrigere Leerstandsquote belege die gute Nachfrage nach gbt-Immobilien, erläuterte der Vorstand bei der Hauptversammlung. Um die Quote zu halten und zu optimieren, investiere die gbt weiter in Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.

In die Instandhaltung der Wohnhäuser, die der gbt selbst gehören, wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr 6,29 Millionen Euro investiert, im Vorjahr waren es 6,20 Millionen Euro. Verkauft aus dem eigenen Bestand hat die gbt eine Gewerbeeinheit, vier Wohnungen und fünf Garagen beziehungsweise Tiefgaragenplätze.

Für fremde Auftraggeber hat die gbt im Berichtsjahr Baubetreuungen im Auftragswert von insgesamt 851 000 Euro abgewickelt.

Durch die umfangreichen Modernisierungen habe man einen zeitgemäßen und attraktiven Wohnstandard geschaffen, teilt die gbt mit. 2,7 Millionen Euro wurden in die Sanierung von Außenanlagen, Flachdächern inklusive Dämmung, Fassaden, die Erneuerung von Fenstern und den Einbau einer kontrollierten Belüftungsanlage bei den Liegenschaften in der Dauner Straße und der Brentanostraße investiert. Die Sanierungen hätten die Wohnqualität nachhaltig verbessert und den Wert der Bausubstanz gesteigert. Für nächstes Jahr stehe die Sanierung eines angrenzenden Wohnkomplexes an.

Trotz Investitionen und Sanierungen blieben die Mieten der gbt-eigenen Wohnungen unter dem Mietspiegel der Stadt Trier, teilt der gbt-Vorstand mit. Die gbt wolle sich künftig vermehrt Projekten im mietpreisgebundenem Segment zuwenden, um ihr Wohnungsportfolio breiter aufzustellen und der Nachfrage nach günstigem Wohnraum nachzukommen.

„Wir werden mit Engagement daran arbeiten, unsere 120 Jahre alte Maxime auch weiterhin zu erfüllen, um bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in unserer Region anbieten zu können“, heißt es dazu seitens der gbt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird mit einer stabilen und positiven Ertragslage gerechnet.

Die gbt wurde am 24. Mai 1899  als „Genossenschaft zur Beschaffung von Wohnungen für Arbeiter und Handwerker mbH“ gegründet. 1963 folgte die Umwandlung in die heutige gbt als Wohnungsbau und Treuhand AG.

Die Aktionäre der gbt, Stand 31. Dezember 2018, sind: Provinzial Rheinland Versicherung AG (Düsseldorf) 61,48 Prozent, Stadt Trier 37,64 Prozent, Andere 0,88.

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