Zweckentfremdung Wohnungsmangel - Trier will gegen AirBnB vorgehen

Trier · Immer mehr Wohnungen in Trier werden über die Internet-Plattform AirBnB als Ferienunterkünfte angeboten. Dabei ist der Mangel an Mietraum groß. Jetzt will die Stadt gegen die „Zweckentfremdung“ vorgehen und Eigentümer dazu zwingen, ihre Wohnungen normal zu vermieten.

 Mindestens drei der überwiegend als Appartements gebauten Wohnungen in der „Residenz an den Kaiserthermen“ an der Olewiger Straße werden über die Internetplattform AirBnB an Touristen vermietet. Weil in Trier Wohnungsmangel herrscht, will die Stadt den Zuwachs an Ferienwohnungen begrenzen.

Mindestens drei der überwiegend als Appartements gebauten Wohnungen in der „Residenz an den Kaiserthermen“ an der Olewiger Straße werden über die Internetplattform AirBnB an Touristen vermietet. Weil in Trier Wohnungsmangel herrscht, will die Stadt den Zuwachs an Ferienwohnungen begrenzen.

Foto: Christiane Wolff

Wer etwas über die Touristenstadt Trier wissen will, der fragt am besten Norbert Käthler, Chef der städtischen Trier Tourismus und Marketing GmbH (TTM). „Die Touristen, die zu uns kommen, wollen zunehmend die Stadt und ihre Bewohner authentisch wahrnehmen“, berichtete der Cheftouristiker in der jüngsten Sitzung des Steuerungsausschusses. Will heißen: Immer mehr wollen nicht unbedingt in Hotels mit standardisierten Zimmern und Service übernachten. Wer eine individuelle oder günstige Unterkunft sucht, mitten unter den Einheimischen quasi, der wird bei AirBnB fündig. Auf der Internetseite bieten Privatleute einzelne Zimmer in ihrem Zuhause, aber auch ganze Appartements oder komplette Wohnungen an. Und zwar in Häusern, deren Wohnräume sonst dem regulären Markt – also zur Miete oder als selbst bewohntes Eigentum – zur Verfügung stünden.