Wohnungswirtschaft Trier fordert bezahlbare Grundstücke

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Die lokale Wohnungswirtschaft schlägt Alarm: Die Nachfrage nach Wohnungen in Trier sei groß. Was ihrer Ansicht nach allerdings fehlt, sind bezahlbare Grundstücke, um die Wohnungen zu bauen.

„Enttäuschend“ nennt Albrecht Huber, Vorstandschef der Gemeinnützigen Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier (BVT), die Resonanz auf das wohnungspolitische Gespräch am Montagabend: „Sieben Ratsmitglieder waren da; drei Fraktionen hatten keinen Vertreter geschickt.“

Inhaltlich wertet die Wohnungswirtschaft Trier und Region, die gemeinsam mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen eingeladen hatte, das Treffen positiver: „Ich glaube, unser Appell ist angekommen“, sagt Stefan Ahrling, GBT-Vorstand und Sprecher der lokalen Wohnungswirtschaft. Besagter Appell sei auch als Alarmsignal zu verstehen: „Wer – wie wir – bezahlbar bauen will, braucht bezahlbare Grundstücke“, betont der eigens aus Düsseldorf angereiste VdW-Regionaldirektor. Dass das Neubaugebiet Brubacher Hof möglicherweise nicht kommt, sehe man mit großer Sorge: „Die Ratsmitglieder müssen sich bewusst machen, dass sie dann vielen Menschen eine Absage erteilen. Der Effekt wird auch kommende Generationen treffen“, glaubt Burkhard Eckloff, Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Trier 1922. „Viele Rentner von morgen werden sich das Wohnen in Trier nicht mehr leisten können.“ Albrecht Hubers BVT würde „sofort 100 Wohnungen bauen, aber die Grundstücke fehlen“. Auch die Samok Verwaltungs- und Wohnungsbaugesellschaft sieht sich nach den Worten ihres Geschäftsführers Hermann Josef Schönhofen „von Nachfrage überrannt. Wohnungen werden uns aus der Hand gerissen. Wir erteilen bis zu 400 Absagen jährlich.“ Die vier in der lokalen Wohnungswirtschafts-AG zusammengeschlossenen Gesellschaften bewirtschaften insgesamt 10 000 Wohnungen. Anders ausgedrückt: Jeder vierte Trierer wohnt bei ihnen.

Die Unternehmen fordern, um bei Grundstücksvergaben nicht leer auszugehen, „eine konstruktive, gemeinsame und ergebnisoffene Interessenabwägung“.

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