Wovon erzählen Gedichte?

Mehr als 50 Augenpaare des dritten und vierten Schuljahres in der Grundschule Olewig richteten sich erwartungsvoll auf die dunkelhaarige Frau, die sich als Autorin von Gedichten vorstellte: Regine Schwarz. Sie vermittelte den Kindern einen Begriff von der Arbeit einer "Dichterin".

Trier-Olewig. (red) Sie bezog die Kinder mit ein, ließ sie das in einem Gedicht versteckte Wort "Freunde" finden und die Kinder selbst die passenden Reimwörter zu einzelnen Versen rufen. Besonders gut eigneten sich hierfür die Reime aus dem Buch "Sprach-, Spiel-, Spaß von A - Z", das in heiterer Weise jeden Buchstaben des Alphabets vorstellt. Besonders lustig waren für die kleinen Zuhörer die Wortspielereien in dem Gedicht über die "Berliner" und "Wiener" und das Tiergedicht vom Schwein, das zum Metzger ging: "Mich siehst du nie mehr, auch nicht als Schinken! Ging raus und tat winken." Dieses Gedicht wurde als Song vertont, den Regine Schwarz den Kindern auf einer CD vorspielte.Natürlich wollten die Jungen und Mädchen auch vieles von der Autorin wissen und erfuhren, dass sie über 100 Gedichte geschrieben hat, von denen viele in Anthologien erschienen sind. Begonnen hat sie damit während ihres Studiums der Grundschulpädagogik, und bis heute hat sie 20 Bücher veröffentlicht. Woher ihr die Ideen kommen? Sie führe stets eine Kladde mit sich, in der sie Ideen sammelt. Dass auch ausgefallene Bilder sie animieren können, zeigte die Autorin am Beispiel eines Frauenbildnisses mit Mond, das sich im zweiten Bild märchenhaft wandelt und zu dem Gedicht "Traum einer Prinzessin" führte.