Wu is’ da de Pula-Strooß?

Wu wuhns dau? In der Pula-Strooß? Ich kann es noch immer nicht glauben. Mein Sohn Peter wird nun Großgrundbesitzer und baut sich auf dem Petrisberg ein Haus. Nicht nur, dass ich dachte, er hat im Lotto jede Menge Lowie gewonnen, als ich den Baupreis gehört habe.

Ich dachte, der will meine Frau Bärbel und mich hinters Licht führen, als ich die neue Adresse erfahren habe: Pula-Straße. Majusebetter, wer kam denn auf diesen Namen?! Bei der Stadt sagte man mir, das habe alles seine Richtigkeit. Schröers Helm selbst habe im Stadtrat heftig mit dem Kopf die neuen Namen abgenickt. So haben die Trierer Stadtväter und -mütter jedem Lobby-Verein ein paar Straßen geschenkt: Die Archäologen vom Landesmuseum bekommen "Beim Praetorium", die Kleingartenvereine "Beim alten Weingarten" und "Am Staudengarten" und die Stadthistoriker die Wege benannt nach den Nachkriegs-OBs: "Heinrich-Raskin-Straße" und "Josef-Harnisch-Straße". Nicht schlecht, dachte ich mir. So viel Einfluss müsste man haben! Denn auch der Arm unserer kroatischen Freunde aus Pula reicht so weit, dass sie ihre eigene "Pula-Straße" kriegen - wo eben unser Peter jetzt baut. Doch den größten Bock hat "Hobby-Bobby" abgeschossen. Für die Partnerschaft mit dem englischen Gloucester hat er eine eigene "Gloucester-Straße" abgestaubt. Doch an eines haben wohl weder Schröers Helm noch die anderen Stadtväter und auch "Bobby" nicht gedacht: dass fast kein Trierer den Namen richtig buchstabieren und erst recht nicht aussprechen kann, nämlich "Glosster". Und außerdem: Ne "Klosterstraße" haben wir schon längst - in Pfalzel.