Wünsche werden wahr

Regen macht den Heiligkreuzer Kindern nichts aus, wenn es ums Spielen geht. Denn nach acht Jahren ist der neue Spielplatz hinter der Grundschule kein unerfüllbarer Wunsch mehr, sondern Wirklichkeit.

Trier-Heiligkreuz. "Uns gefällt der Spielplatz gut", sagen Michelle Krewer (10) und Magdalena Kress (10). Vorher sind die Mädchen und viele ihrer Freunde zum Spielen bis zu den Mattheiser Weihern gelaufen. Bei den Kindern eher unbeliebt war der Spielplatz in der Franz-Buß-Straße. "Der neue Platz ist viel besser. Er ist so, wie wir ihn uns gewünscht haben", sagen sie. "Nein, besser sogar", findet Sofia Schratt (10).Initialzündung kam von Grundschule

Viel Zeit ist vergangen, seit es die ersten Überlegungen zum Spielplatz-Neubau gab. Während die neue Mehrzweckhalle hinter der Grundschule im Jahr 2000 errichtet wurde und das 40-jährige Pavillon-Provisorium ablöste, blieb die übrige Fläche ungenutzt. "Wir wollten das brachliegende Land für die Kinder und die Schule erschließen und haben 1999 die Initialzündung zum Bau des Spielplatzes gegeben", sagt der ehemalige Schulelternsprecher Thomas Mohr. Dessen Tochter Violetta (15) ist zwar längst nicht mehr im Grundschulalter, aber trotzdem begeistert von dem neuen Spielplatz und den Veränderungen. "Probleme", so Bürgermeister und Sportdezernent Georg Bernarding, mussten aus dem Weg geräumt werden. Die Finanzierung des Projektes war erst im Sommer 2005 unter Dach und Fach. Denn erst der Verkauf des Grundstückes in der Franz-Buß-Straße, auf dem der unattraktive alte Spielplatz keine Kinder mehr zum Spielen einlud, machte das Vorhaben umsetzbar. Die Hälfte des Erlöses floss in die neue Platzgestaltung. Auch der Ortsbeirat Heiligkreuz und das Schuldezernat beteiligten sich an den Kosten von insgesamt rund 170 000 Euro. Allerdings galt es noch rechtliche Klippen zu überwinden, nachdem es Klagen von Anwohnern gab. "Schließlich konnten wir doch alle Nachbarn überzeugen, dass das ein zukunftsträchtiges Projekt ist. Was lange währt, wird endlich gut", sagt Bernarding. "Durch ihre Zustimmung haben die Anwohner den Kindern Raum gegeben, wo sie sich bewegen und entwickeln können", bestätigt Ortsvorsteherin Elisabeth Ruschel.Geradezu luxuriöse Ausstattung

Im September 2006 begannen die Bauarbeiten. Auf 3000 Quadratmetern Fläche können sich die Heiligkreuzer Kinder austoben. "Es wurde eine gehobene Grundausstattung gewünscht", sagt Norbert Hanke vom Grünflächenamt. Geradezu luxuriös ist die Gestaltung und Auswahl an Spielgeräten geraten. Eine extra breite Hangrutsche, Doppel-Schaukel, Klettergerät und Karussells machen Kindern im Grundschulalter Spaß, die kleineren können sich im Sandspielbereich verwirklichen.Ein grünes Klassenzimmer ermöglicht der Schule, den Unterricht ins Freie zu verlegen. Elemente wie Baumstämme und Steinblöcke sind ebenso integriert wie eine runde Tischtennisplatte. "Der Spielplatz ist das Ergebnis unermüdlicher Arbeit und es ist überzeugend, was entstanden ist", sagt Schulleiter Biesdorf.