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Würdigung Willibrords

Trier. (red) Der Trierer Altphilologe und freie Mitarbeiter des Trierischen Volksfreunds Paul Dräger hat die erste deutsche Komplett-Übersetzung der frühmittelalterlichen Biografie des heiligen Willibrords von Alkuin veröffentlicht.



In seinem Vortrag "Willibrord als Luxemburger Nationalheiliger" zur Buchvorstellung würdigte Jean-Claude Muller die Lebensbeschreibung des heiligen Willibrord (658-739) von Alkuin als eine der frühesten Literaturzeugnisse aus Luxemburg. Dräger skizzierte in seiner Vorstellung Willibrords erfolgreiches Wirken als Friesenmissionar in Utrecht, Wundheiler in Trier und "Gründungsabt" der Abtei Echternach.

Der Übersetzer erklärte Willibrords Erfolg mit dessen guten Kontakten zu karolingischen Adligen, vor allem zur Familie Karl Martells. Dessen Sohn Pippin taufte Willibrord 714.

Bibliografie: "Alkuin: Das leben des heiligen Willibrord." Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Paul Dräger, Trier (Kliomedia-Verlag) 2008, 219 Seiten, 24,90 Euro.