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Yacine Fekir (45): Autofasten

Yacine Fekir (45): Autofasten

Ab jetzt möchte ich mehr auf dem Bürgersteig unterwegs sein als auf der Straße. Mein Auto, ein Daihatsu Matiz, habe ich am Mittwoch geparkt und abgesperrt.

Und jetzt bleibt er auch stehen. Zumindest die Fastenzeit über. Aber vielleicht komme ich auch einmal ganz ohne aus, für immer.
Für mich ist das alles spirituell, nicht religiös. In der Religion bin ich von allem etwas: Moslem, Christ, egal. Jetzt, mit dem Autofasten, will ich mir nur beweisen, dass ich auch ohne Auto leben kann. Die Versuchung ist natürlich immer da. Aber es geht darum, das durchzuhalten. Stark zu sein.
Manchmal lasse ich auch über das Jahr freiwillig etwas weg. Dinge, die ich mag: einen kleinen Schluck Alkohol am Abend, ein entspannender Zigarillo, einige Süßigkeiten - das mag ich! Aber ohne das, da lernt man den Wert der Dinge erst richtig kennen.
Und ich muss abnehmen. Ich tanze gerne, da will ich keinen Bauch haben. Wenn ich jetzt laufe, statt das Auto zu benutzen, hilft mir das dabei. Außerdem glaube ich, dass mir das 200 Euro sparen kann. Es hat sehr viele Vorteile. lub