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Zehn Jahre gegen das Vergessen

Zehn Jahre gegen das Vergessen

Erforschung und Vermittlung der jüdischen Geschichte in der Region, das sind seit nunmehr zehn Jahren die Schwerpunkte des Emil-Frank-Instituts.

Trier. (red) Das zehnjährige Jubiläum des Emil-Frank-Instituts wirkt neben der insgesamt 2000 Jahre alten Geschichte des Judentums fast wie eine Randnotiz. Doch das Institut an der Universität hat zumindest für Wittlich und die Mosel-Eifel-Hunsrück-Region einen tiefen Einblick in das jüdische Leben in Deutschland geschaffen. Das zeigt auch der neue Jahresbericht, der beim Festakt am 20. Januar in der Universität Trier feierlich überreicht wurde.

Er stellt unter anderem die eigene Forschungsleistung des Instituts vor, so etwa zur "Geschichte der Juden in der Region zur Zeit des Alten Reiches", dem aktuellen Projekt unter der Leitung von Institutsdirektor Reinhold Bohlen.

Doch auch die Vermittlung der Geschichte steht im Vordergrund. Dazu gehören neben Vorträgen und Seminaren auch Wander- und Projekttage. 800 Menschen nahmen an Letzteren im vergangenen Jahr teil. Das Angebot sprach dabei kirchliche Gruppen und vor allem auch Schüler an. Das Ziel des Instituts, Juden und Christen sowie Juden und (junge) Deutsche in einen "Dialog" zu führen, rückte damit näher. Das hob auch Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrates der Juden, in ihrer Dankesrede hervor: "Das bedeutet, den jungen, lernenden und lernfähigen Menschen zu zeigen, dass die deutsche Nation eine beinahe 2000 Jahre alte jüdische Geschichte hat. Dieser Aufforderung versucht das Emil-Frank-Institut mit seinem facettenreichen Angebot nachzukommen".