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Zeigefinger ins Stadtviertel stößt auf Kritik

Zeigefinger ins Stadtviertel stößt auf Kritik

An der geplanten neuen Wohnanlage für Studierende auf dem Petrisberg scheiden sich die Geister. Manche Bürger sind der Meinung: Sechs Geschosse passen nicht in die Umgebung.

Trier. Vor gut zwei Wochen beschloss der Trierer Stadtrat einen ersten Planentwurf für den Grundstücksstreifen zwischen Burgunderviertel und Robert-Schuman-Allee. Kernelemente sind ein neues Wohnheim für Studierende am Kreisverkehr Kohlenstraße und ein Frischemarkt gegenüber dem Lidl-Markt am Uni-Campus II (der TV berichtete).
Beim Infoabend zur Vorstellung des Plans stößt der sechsstöckige Trakt der Wohnanlage auf Kritik. Dabei geht es nicht nur um die Optik: "Die Grundstücke dahinter werden Sie nicht mehr los, weil dieses Hochhaus ihnen die Sonne wegnimmt", sagt ein Bürger zu den Planern.
"Die sechs Geschosse reflektieren den Schall von der Straße zu den Häusern gegenüber", befürchtet ein anderer.
Ein solch hohes Gebäude passe einfach nicht in die Umgebung.
Eigentümer der Fläche ist die EGP GmbH (frühere Entwicklungsgesellschaft Petrisberg) mit der Stadt Trier als Hauptgesellschafter. "Das Gebiet braucht einen Eingang und einen Abschluss. Es ist ausdrücklicher Wunsch der Stadt an den Investor, dort einen Akzent zu setzen", erklärt EGP-Geschäftsführer Jan Eitel.
Der von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani als "Zeigefinger" bezeichnete Trakt des ansonsten dreigeschossigen Gebäudes verhindere eine monotone, kasernenartige Gesamtansicht.
Stefan Leist vom Stadtplanungsamt sagt zu, den Schattenwurf des Gebäudes durch eine sogenannte Sonnenstudie am Computer zu prüfen.
Bürger können den Bebauungsplanentwurf Petrisberg-Ost im Internet unter www.trier.de/bauleitplanung einsehen und bis 19. März Eingaben dazu machen.

Liebe Leserinnen und Leser, was halten Sie von den Planentwürfen für Burgunderviertel und Petrisberg-Ost? Schicken Sie uns Ihre Meinung per E-Mail an die Adresse echo@volksfreund.de - Name und Anschrift nicht vergessen.