Zeugnis der Sangeslust

EHRANG. Nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein bedeutendes Forschungsobjekt für "Ehrik-Historiker": Eine reich verzierte Ehrenurkunde des MGV "Sangeslust Ehrang" von 1911 hat Frieda Gayk aus Bad Zwischenahn (Niedersachsen) dem Verein Ehranger Heimat geschenkt.

Die vor fast 94 Jahren ausgestellte Ehrenurkunde hat Frieda Gayk bei den Unterlagen ihres gestorbenen Ehemannes gefunden. Sie war, wie aus der reich verzierten Auszeichnung hervorgeht, ihrem Schwiegervater Julius Gayk als Dank für seine langjährigen Verdienste um den Männer-Gesangverein "Sangeslust Ehrang" samt Ehrennadel am Band zu Weihnachten 1911 vom Rheinischen Sängerbund überreicht worden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann hat Frieda Gayk von 1971 bis 1989 immer wieder in Trier Urlaub gemacht und dabei auch Ehrang kennen und lieben gelernt. "Deshalb möchte ich, dass die Urkunde im neuen Bürgerhaus einen angemessenen Platz erhalten wird", sagte sie bei der Überreichung an Horst Orth, den Vorsitzenden des Vereins Ehranger Heimat, und Ortsvorsteher Günther Merzkirch, den Vereins-Schriftleiter. Außerdem schenkte die Bad Zwischenahnerin, die mit ihrem Neffen Hermann Ortgies und dessen Ehefrau Erika nach Trier gekommen war, dem Verein die siebte Auflage eines in Trier erschienenen Kochbuches von 1876. Die Ehranger zeigten sich erfreut über die unverhofften Gaben von Frieda Gayk und sehen sich bei ihrer Forscher-Ehre gepackt. Günther Merzkirch: "Der MGV Sangeslust soll im MGV 1880 Ehrang aufgegangen sein. Jetzt wollen wir herausfinden, ob und wieso das so war."