Ziel für 2020: 102 500 Trierer

Trier will dauerhaft Großstadt und Oberzentrum bleiben. Um das Planungsziel "102 500 Einwohner im Jahr 2020" erreichen zu können, werden 100 Hektar neues Wohnbauland benötigt.

Trier. 102 400 Menschen hatten Ende 2006 ihren Hauptwohnsitz in Trier. Um diese Zahl und damit den (vor allem dank Einführung der Zweitwohnsitzsteuer erreichten) Großstadt-Status dauerhaft zu stabilisieren oder möglicherweise zu steigern, werden etwa 100 Hektar an neuem Netto-Wohnbauland benötigt. Das geht aus dem "Fachbeitrag Wohnungsbau zum Flächennutzungsplan 2020" hervor, dem der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit zugestimmt hat (bei jeweils vier Gegenstimmen und Enthaltungen der Grünen). Der Vorentwurf zum neuen Flächennutzungsplan soll bis Mitte 2008 als integratives gesamtstädtisches Entwicklungskonzept vorliegen. Zur Vorbereitung erarbeitet das Stadtplanungsamt so genannte Fachbeiträge zu den Bereichen "Wirtschaft und Arbeitsstätten", "Bauflächen im Bestand", "Stadtklimaanalyse", "Landschaftsplan", "Mobilitätskonzept" und eben "Wohnungsbau". Darin wird als Ziel "eine weitere Stärkung Triers als Wohnstandort" formuliert: Alle bauwilligen Familien und Investoren sollen geeignete Angebote finden; sprich: der bislang so oft praktizierten Abwanderung ins Umland Einhalt geboten werden.Dazu müsste, wie seit 1993 praktiziert, jährlich rund 460 Wohnungen gebaut und zusätzlich ein Planungsschwerpunkt beim Bau von Familien-Eigenheimen zur Deckung des Bedarfs von jährlich 190 angesetzt werden.Bürger und Ortsbeiräte sollen mitreden

Der Fachbeitrag schlägt - nebst Füllung von Baulücken und Ausschöpfung aktueller Baugebiets-Reserven - insgesamt 260 Hektar an Flächen insbesondere in äußeren Stadtteilen zur Diskussion mit der Bürgerschaft vor; auch sollten Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange frühzeitig eingeschaltet werden.Dabei herauskommen soll ein Flächenpool von "mindestens 200 Hektar Netto-Baulandpotenzial". Die Hälfte davon würde bis 2020 benötigt. Den Startschuss zum Einstieg in die Diskussion könne der Rat noch im kommenden Sommer geben, erklärte OB Klaus Jensen.