Zu hart für Sportler

TRIER. Der Boden der neuen Großraumhalle bereitet den Verantwortlichen Probleme. In einem entscheidenden Punkt weist er einen Mangel auf, der beseitigt werden muss: Er ist für Sportler zu hart, so dass bei dauerhafter Nutzung erhöhte Verletzungsgefahr besteht.

Offenkundig wurde das Problem beim Handball-Länderspiel der Frauen zwischen Deutschland und Bulgarien am 1. Juni. Bundestrainer Ekke Hoffmann beklagte nach dem Match, auf so einem harten Boden habe er in Deutschland noch nie gespielt. Sportdezernent Georg Bernarding kennt das Ärgernis und verspricht rasche Abhilfe "ohne Wenn und Aber". Am heutigen Donnerstag werde es diesbezüglich ein Gespräch der Stadtverwaltung mit Bau-Konzessionär Goldbeck geben, schon in der kommenden Woche werde voraussichtlich gehandelt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass der Boden angesichts der gewünschten Multifunktionalität der Halle zwei Anforderungen erfüllen muss, die sich im Grunde gegensätzlich ausschließen: Einerseits muss er eine gewisse Steifigkeit aufweisen, so dass beispielsweise die schweren Tribünen ein- und ausgefahren werden können, ohne dass der Boden beschädigt wird. Andererseits wird für die sportliche Nutzung eine Schwingelastizität verlangt, um die Belastung für den Körper in Grenzen zu halten. Wie zwei Gutachten gezeigt haben, ist Letzteres nicht in der erforderlichen Art gegeben. "Die DIN-Norm wird nicht erfüllt. Darauf müssen wir aber bestehen und verlangen vom Bau-Konzessionär, dass der Mangel behoben wird", sagt der Sportdezernent. Bernarding: "Wir dulden keine Kompromisse"

Das Problem sei nicht leicht zu lösen, "aber das ist Sache der Techniker". Das Hochbauamt führe Verhandlungen mit der Firma Goldbeck. Verschiedene Lösungen würden diskutiert, weshalb die Kosten offen seien. Vermutlich werde der Boden abgefräst. "Alle Arbeiten fallen unter die Gewährleistung und kosten die Stadt keinen Cent", erklärt Bernarding. Er dringt darauf, dass der Hallenboden noch in den Ferien hergerichtet wird, "denn nicht nur die Spitzensportler, sondern auch die Breitensportler und die Schulen werden die Arena Trier nutzen, und deshalb dulden wir keine Kompromisse".